Die Grüne Liste Plankstadt (GLP) hat dem Haushalt 2026 im Gemeinderat zugestimmt, zugleich aber eine frühzeitige strategischeNeuausrichtung der Gemeindefinanzen gefordert.

Die Fraktion lobte ausdrücklich die Arbeit der Verwaltung und die solide Vorbereitung des Haushalts. Gleichzeitig werde jedoch deutlich, dass die finanziellen Spielräume der Gemeinde kleiner werden.

Aus Sicht der GLP braucht Plankstadt deshalb eine offene Diskussion über Einnahmen und Ausgaben. Besonders bei der Grundsteuer liege die Gemeinde mit einem Hebesatz von 150 Prozent weiterhin deutlich unter dem Niveau vieler Nachbarkommunen. Eine Anpassung dürfe deshalb „kein Tabu“ sein.

Zugleich fordert die GLP eine stärkere Priorisierung geplanter Projekte, wie z.B. den Neubau der Feuerwache oder die Sanierung der Kanalisation im alten Ortskern. Nicht alles könne gleichzeitig umgesetzt werden. Investitionen müssten sich stärker an der tatsächlichen Leistungsfähigkeit von Verwaltung und Haushalt orientieren. „Doch es dürfe auch nichts liegen bleiben“ so Thomas Burger, Fraktionssprecher der GLP.

Besonders wichtig ist der Fraktion dabei ein langfristig ausgeglichener Haushalt ohne die dauerhafte Abhängigkeit von Grundstücksverkäufen. Ein strukturell aufwandsneutraler Haushalt müsse das Ziel sein, damit laufende Ausgaben dauerhaft aus regulären Einnahmen finanziert werden können.

Die GLP spricht sich deshalb für frühzeitige Beratungen in den Ausschüssen aus, um rechtzeitig gegenzusteuern – durch eine Kombination aus Mehreinnahmen, Ausgabenkritik und klarer Prioritätensetzung.

Im Fazit betont die Fraktion ihren Anspruch auf eine verantwortungsvolle Finanzpolitik: Die Zustimmung zum Haushalt sei mit der Erwartung verbunden, jetzt die notwendigen Entscheidungen zu treffen, um die Handlungsfähigkeit der Gemeinde langfristig zu sichern.

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