"Damit es weiter summt und brummt?"

Dies war das Vortragsthema von Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann am 09.03.2018 im brechend vollbesetzen Nebenraum des Kleinen Plänkschters. Der Rückgang von Tier- und Pflanzenarten ist ein globales Thema und eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Daher wurde Ende 2017 vom Ministerrat BW das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt beschlossen. Ziel ist es, die biologische Vielfalt der baden-württembergischen Kultur- und Naturlandschaft zu stärken und Landnutzer in ihren Anstrengungen zugunsten der Biodiversität zu unterstützen. Wichtig ist der Ausbau und die Vernetzung von Biotopen und Flora-Fauna-Habitaten, die Förderung und Stärkung wertvoller Streuobstbestände, die Ausweitung und Verbesserung von Blühstreifen für blütenbesuchende Insekten sowie eine Strategie zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Dafür stellt das Land rund 30 Millionen Euro für 2018/19 zur Verfügung; weitere 6 Millionen Euro fließen in ein Monitoring.

Dr. Baumann erklärte, dass es in Plankstadt vor Jahren noch einige Glatthaferwiesen gab. Er könne sich noch an Feldhamster auf Plankstädter den Äckern zu seiner Studienzeit erinnern, doch diese Tiere gäbe es hier nicht mehr. Auch alte Obstbäume gäbe es nicht mehr so viele wie früher. Diese Rückzugsflächen sind ein wichtiger Lebensraum für heimisch stark bedrohte Arten wie z.B. Rebhühner, Feldlerche und Körnerbock. Daher sollten Streuobstwiesen unbedingt wieder etabliert werden. Was können wir konkret in Plankstadt zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen und somit auch dem fortschreitenden Insektensterben entgegenwirken? Der kommunale Biotopverbund sollte umgesetzt werden, die Gemeinde könnte bei kommunalen Pachtverträgen darauf dringen, dass keine Pestizide eingesetzt werden und dass ein Mindestanteil an Blühflächen umgesetzt wird. Ebenso ist darauf zu achten, das angelegte Ausgleichsflächen in funktionsfähigem Zustand sind. Natürlich kann auch jeder Einzelne durch gezieltes Kaufverhalten und entsprechende Gartenbepflanzung etwas tun: regionale und saisonale Produkte bei Obst, Gemüse und Fleischwaren beim Einkauf bevorzugen sowie sogenannte heimische Bienenweiden im Garten anlegen. Diese Punkte helfen sehr beim Artenschutz.

Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Dr. Baumann den Fragen der Besucher. Und am runden Tisch konnte sich jeder die von der Raiffeisengenossenschaft gespendete Blütenwiesensamen mitnehmen.

Sascha Munz

Thomas Burger, Gemeinderat der Grünen Liste Plankstadt (GLP), begrüßt die anwesenden Gäste, den Referenten, den Bundestagsabgeordneten der Grünen, Dr. Danyal Bayaz, den Landtagsabgeordneten der Grünen, Manfred Kern und die Presse.

Thomas Burger, Gemeinderat der Grünen Liste Plankstadt (GLP), begrüßt die anwesenden Gäste, den Referenten, den Bundestagsabgeordneten der Grünen, Dr. Danyal Bayaz, den Landtagsabgeordneten der Grünen, Manfred Kern und die Presse.

Dr. Andre Baumann ging auf die Gründe und Auswirkungen des Insektensterbens ein und stellte die Maßnahmen des Sonderprogramms mit einem Finanzvolumen von 30 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren vor.

Dr. Andre Baumann ging auf die Gründe und Auswirkungen des Insektensterbens ein und stellte die Maßnahmen des Sonderprogramms mit einem Finanzvolumen von 30 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren vor.

Die Grüne Liste Plankstadt (GLP) bedankt sich ganz herzlich bei Umweltstaatssekretär Andre Baumann für diese interessanten Einblicke und Ausführungen.

Die Grüne Liste Plankstadt (GLP) bedankt sich ganz herzlich bei Umweltstaatssekretär Andre Baumann für diese interessanten Einblicke und Ausführungen.

Fotos: Stefan Klein 

 

Anbei noch ein aktueller Artikel zum Thema: "Der stille Frühling wird erneut Realität" aus der Zeitschrift Spektrum unter http://www.spektrum.de/kolumne/der-stille-fruehling-wird-erneut-realitaet/1553550

 

 

Foto: Stefan Klein

Noch vor seinem Vortrag zu dem Thema „Was tut das Land für Biodiversität und gegen Artensterben?", wurde André Baumann von Bürgermeister Nils Drescher herzlich begrüßt. Es ist ja auch nicht alltäglich, dass ein Staatssekretär der Landesregierung in Plankstadt zu Besuch ist.

Grund für den Vortrag im „Kleinen Plänkschter“ war die Einladung der GLP, bei der André Baumann schon lange Mitglied ist. Bürgermeister Drescher nutzte diese Gelegenheit, um mit Dr. Baumann einige Worte zu wechseln und bat ihn, sich in das Goldene Buch der Gemeinde Plankstadt einzutragen, was dieser gerne tat. Die GLP freut sich mit Dr. Baumann für diese Ehre, die nun schon drei aktuellen grünen Politiker zuteilwurde. Denn neben Umweltstaatssekretär Dr. André Baumann konnten sich auch Dr. Danyal Bayaz, MdB, und zuvor Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, in das Goldene Buch eintragen.

Thomas Burger

Die Eppelheimer Grünen luden ein zu diesem Thema. Am Abend wurde der Masterplan der Stadt Heidelberg vorgestellt.

 

Wird auf der Heidelberger Gemarkung, in direkter Nachbarschaft von Plankstadt und Eppelheim, ein neuer Stadtteil entstehen - Wohnen und Arbeiten für 10.00 bis 15.000 Einwohner?

Die Pläne der IBA können Sie unter Entwicklungsvision PHV im Internet anschauen.

Der neugewählte Bundestagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis Schwetzingen / Bruchsal Dr. Danyal Bayaz verbrachte einen Nachmittag in Plankstadt.

Zunächst besuchte er mit einer Abordnung der Grünen Liste Plankstadt (GLP) Bürgermeister Nils Drescher. Bei dem einstündigen Gespräch ging es um kommunalpolitische Herausforderungen der nächsten Jahre wie Integration und Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Zum Abschluss trug sich Danyal noch ins goldene Buch der Gemeinde ein.

 v.l.n.r.:  Gemeinderat Thomas Burger (GLP), Sascha Munz (GLP), MdB Dr. Danyal Bayaz (Grüne), Bürgermeister Nils Drescher

Danach nahm Danyal an der Eröffnung der Wanderausstellung "Wir sind dabei - Integrationsarbeit im Rhein-Neckar-Kreis" teil und konnte sich vor Ort über die Integrationsarbeit der Ehrenamtlichen und der Integrationsbeauftragten Frau Doris Grossmann einen Eindruck gewinnen.

 

links: Danyal bei seiner kurzem Grußwort. - rechts in der Bildmitte: Integrationsbeauftragte Doris Grossmann

Anschließend trafen sich die Grüne Liste und Interessierte mit dem Abgeordneten im Nebenzimmer der "Wärtschaft", um sich weiter auszutauschen. Dabei wurden die Themen Verkehr (Tempo 30, Lärmschutz), ÖPNV (Straßenbahn, neue Ausschreibung), Konversion PHV, Radschnellweg und Jugendbeteiligung angesprochen.

Danyal lud alle Interessierten zur Büro-Eröffnung nach Schwetzingen ein. Einweihungsfeier - 10. März 2018 

Beim Treffen der Grünen Liste Plankstadt (GLP) in der TSG Eintracht Gaststätte „Eviva“ war Manfred Kern, Landtagsabgeordneter der Grünen, zu Besuch. Regelmäßig informiert er grüne Ortsgruppen seines Wahlkreises über seine Tätigkeit in Stuttgart und nimmt Anregungen oder Nachfragen der Gruppen mit.

Zunächst sprach Kern über den Wechsel zu grün / schwarz und seine Rolle in den Koalitionsverhandlungen im Bereich Kultur, die im großen Ganzen in gutem Einvernehmen verliefen. Seit seiner Wiederwahl ist er kulturpolitischer Sprecher und Ansprechpartner für Gedenkstätten. Außerdem ist er Mitglied der Ausschüsse für Wissenschaft und Kunst, Finanzen, Europa und Internationales sowie im Rat für die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-Württemberg.

Ganz aktuell informierte er die GLP über die Klausurtagung der Fraktion und den Schwerpunkten der grünen Politik für das neue Jahr. Auf Nachfragen der Anwesenden berichtete er, dass einige strittigen Themen wie der Nationalpark Schwarzwald nicht mehr im Fokus stünden. Momentan sei der interne Machtkampf innerhalb der CDU der Hemmschuh, um Punkte des Koalitionsvertrages umzusetzen, wie das neue Wahlrecht für die Landtagswahl. Konfliktpotenzial liefere auch die Bildungspolitik unter der CDU-Ministerin, die versuche, das Rad zurück zu drehen gegen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Uli Auffarth fragte nach der Wohnbauförderung durch das Land und ob auch Genossenschaftsmodelle gefördert würden. Manfred Kern berichtete, dass zurzeit ein Bürgschaftsmodell für Genossenschaften entworfen werde.

Die GLP-Gemeinderäte Burger und Schüller berichteten von den hohen Kosten der Gemeinde für Unterhalt und Sanierung von Schulen und Infrastruktur. In diesem Zusammenhang baten sie Kern zu prüfen, wie die Sanierung des Lehrschwimmbads der Friedrichschule finanziell gefördert werden könne.

Thomas Burger bedankte sich noch einmal bei Manfred Kern für die Unterstützung bei der Suche nach einem Spender für Musikinstrumente. Die Postillion-Kinderkrippe kam in den Genuss einer großzügigen Spende der BB-Bank. In diesem Zusammenhang wies Kern auf die Jugendkunstschule als Teil der VHS in Schwetzingen hin und die Einführung des Kulturparketts, das für Menschen mit wenig Geld einen kostenlosen Zugang zu Kulturveranstaltungen bietet.

Außerdem lud er alle Anwesenden und Interessierte zur Einweihung des neuen grünen Büros in Schwetzingen, Schlossstr. 4, am 10. März um 11 Uhr ein.

Sigrid Schüller

„Der Plankstädter Gemeinderat hat am 20.11.2017 mit knapper Mehrheit die Aufstellung des Bebauungsplans „Kantstraße Nord“ beschlossen“ heißt es in einer Pressemitteilung der Grüne Liste Plankstadt (GLP). „Die auf dem gemeindeeigenen Ackergelände möglichen Grundstücksverkäufe sollten zur Finanzierung der Sanierungs- und Neubaukosten der Sportanlagen und der Sporthalle dienen“ so der GLP Vorsitzende Bernd Schmid-Auffarth in seinem Schreiben an die SZ. Gegen diesen Beschluss wendet sich die GLP mit einem Einspruch beim Kommunalrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises.

Die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Generierung von Finanzierungsmitteln ist im Bundesbaugesetz nicht vorgesehen und damit rechtswidrig.

Gleichzeitig wird im Westen der Gemeinde mit Zustimmung aller Gemeinderäte das Neubaugebiet Antoniusquartier bei der zuständigen Behörde beantragt. "Hier fehlt auch der Nachweis weiteren Wohnbauflächenbedarfs im Norden von Plankstadt,“ erklärt das GLP Mitglied Christoph Ruebeling auf der GLP-Mitgliederversammlung am 11.01.2018

„Ziel des Bundesbaurechts sei es, dass Gemeinden mit Grund und Boden sparsam umgehen und der Innenentwicklung durch Nachverdichtung den Vorrang vor zusätzlicher Inanspruchnahme von landwirtschaftlich genutzten Flächen geben“, so der Vorsitzende der GLP, Knut Doll. Die GLP weist darauf hin, dass nach Angaben des Statistischen Landesamtes die Siedlungsfläche (Gebäude- und Freifläche) in Baden-Württemberg täglich um ca. 5,2 ha zunehme.

(Angaben 2016 Flächenverbrauch :   Täglich werden in Deutschland rund 66 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch – von circa 94 Fußballfeldern.   (https://www.bmub.bund.de/themen/nachhaltigkeit-internationales/nachhaltige-entwicklung/strategie-und-umsetzung/reduzierung-des-flaechenverbrauchs/ )

allein in BaWü werden pro Tag 5,2 ha überbaut,  ( https://www.statistik-bw.de/Presse/Pressemitteilungen/2016242 ) und ( https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2017/januar/21788.html ) das sind 7,5 Fußballfelder pro Tag!

Gegen diesen Flächenverbrauch werden primär ökologische Gründe angeführt: Artensterben bei Pflanzen und in Folge auch bei Insekten (Bienen) und bei Vögeln. )

 

Bauern- und Umweltverbände würden immer wieder an die verantwortlichen Politiker appellieren, den exzessiven Flächenverbrauch der vergangenen Jahrzehnte zu beenden, um eine lebenswerte Natur zu bewahren.

(Rückgang von Ackerflächen, wertvolles Ackerland wird bebaut und versiegelt. Verlust von fruchtbarem Boden und die Versiegelung führt zu mehr Regenabwasser und potentiell zu Überschwemmungen.)

Die GLP empfiehlt einstimmig, erst einmal das Baugebiet Antoniusquartier zu vollenden und zusätzlich die im Ort vorhandenen Baulücken zu schließen. Nach Zählung der GLP gibt es in Plankstadt ca. 50 unbebaute Baugrundstücke, die sofort bebaut werden können. Die Gemeinde schrecke vor der Möglichkeit, auf private Grundstückseigentümer einzuwirken und diese zum Verkauf ihrer unbebauten Baugrundstücke an Bauwillige zu veranlassen, zurück.

Des Weiteren muss auf die steigenden Infrastrukturkosten innerhalb der Gemeinde geachtet werden. Zu viele Neubaugebiete innerhalb kürzester Zeit steigert die Infrastrukturkosten enorm. So könnte durch die Erschließung der Kantstraße Kosten von über einer Million € zusätzlich auf die Gemeinde zukommen, nur um die das gesetzlich gesicherte Anrecht auf Kinderkrippen- Kindergartenplätze zu gewährleisten. Das sind Zusatzkosten für neue Mitarbeiter und weitere Infrastrukturkosten wie: Instanthaltung der Straßen, Kanäle usw. in der Verwaltung durch stetig wachsender Gemeinde noch nicht mit eingerechnet.

Die GLP möchte deutlich machen, das sie nicht grundsätzlich gegen neuen Wohnraum ist. Sozialer bzw. bezahlbarer Wohnraum wird dringend benötigt und sollte im Antoniusquartier stark berücksichtigt werden. Das bedeute, weniger Häuser und mehr Wohnungen. In dem mögliche Neubaugebiet Kantstraße Nord ist das nicht möglich.

T. Burger

 

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