Lesen Sie dazu den Artikel von Andreas Lin in der Schwetzinger Zeitung:

 

Auf das richtige Beiboot kommt es an

Ministerpräsident Winfried Kretschmann machte für die Grünen im Welde-Lustgarten Wahlkampf und betont, wie wichtig es ist, dritte kraft zu werden

 

Hier einige Impressionen (14 Fotos): Ministerpräsident Kretschmann zu Gast in Plankstadt

 

für den Vorstand der Grünen Liste: Bernd Schmid-Auffarth und Stefan Klein

für die GLP-Fraktion: Sigrid Schüller

 

1) Wie hat sich die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Drescher aus Ihrer Sicht entwickelt? Was hat sich im Vergleich zu seinem Vorgänger verändert? 

Seit seinem Amtsantritt sucht Bürgermeister Drescher häufig das Gespräch mit den Gemeinderäten. Zur Zeit versucht er Strukturen aufzubauen, um Gemeinderäte frühzeitig in Entscheidungen mit einzubinden und trotzdem zügig zu einer Entscheidungsfindung zu kommen.

Wir würden die Zusammenarbeit als sehr positiv bewerten. Er ist kommunikativ, offen für Anregungen und immer gesprächsbereit.

 

2) Welche Projekte/Ideen, die er mit angestoßen hat, finden Sie besonders wichtig?

Aus unserer Sicht wurde der größte Fortschritt beim Areal Adler erzielt. Diese wichtige Fläche in der Ortsmitte ist nun von der Gemeinde gepachtet und steht zur Bebauung zur Verfügung. Das wird das Zentrum von Plankstadt aufwerten. Deshalb hatten wir das „Adler-Areal“ auch bei unserem Sommerfest auf der Gänsweid thematisiert.

Es ist zu spüren, dass Bürgermeister Drescher mit Öffentlichkeitsbeteiligung die Projekte transparent machen will, wie bei der Wasserverunreinigung oder den Sportstätten.

 

3) Wurden in der Vergangenheit - vielleicht auch vom Gemeinderat -  Fehler gemacht? 

Natürlich, Konflikte werden immer von beiden Seiten befördert und auf die Spitze getrieben. Fehler wurden gemacht und man kann diese Fehler auch für die Zukunft nicht ausschließen.

 

4) Die Finanzlage der Gemeinde könnte besser sein. Sehen Sie da den berühmten Silberstreif am Horizont?

Nein, den Silberstreif sehen wir nicht. Die derzeitige Verschuldung der Gemeinde ist zwar gering, aber angesichts der vielen noch anstehenden Aufgaben und der Unterhaltung vieler sanierungsbedürftiger Gebäude und der Infrastruktur kann man nicht von einer Entspannung reden.

Zu nennen sind hier: Bebauung Areal Adler, zweite Mensa für Plankstadt, Sanierung Rathaus, Sanierung Schwimmbad, Sanierung MZH, Neubau Gemeinschaftsschule, Sportstätten-Sanierung oder –Neubau, Sanierung Kanalisation, Sanierung Straßen

Die Einnahmenseite der Gemeinde muss verbessert werden und das nachhaltig, nicht nur über Grundstücksverkäufe. Mit derzeit ca. 1,5 Mio Euro Gewerbesteuereinnahmen kann man diese Aufgaben nicht bewältigen. Hier kann das neue Gewerbegebiet vielleicht in einigen Jahren für Entlastung sorgen.

Bei allen Entscheidungen sollte hinterfragt werden, ob es immer die teuerste Lösung sein muss, um alle Beteiligten zufrieden zu stellen und mit welchem Geld die Unterhaltung in den Folgejahren sichergestellt werden kann.

 

5) Wie sehen Sie die Diskussion rund um das Thema Sportstätten? Gibt es in der Partei eine favorisierte Lösung?

Voranschicken möchten wir, dass die TSG mit ihrem Sportangebot für Kinder, Jugendliche und für alle anderen Altersgruppen sehr wichtig ist.

Leider kann aber auch die Gemeinde finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen und deshalb wird in der GLP intensiv diskutiert, wie eine Finanzierung aussehen könnte. Dabei darf die Unterhaltung der Sportflächen in den Folgejahren nicht vergessen werden.

Insgesamt ist das Thema Sportstätten sehr komplex, neben den Sportanlagen und den Hallen sind die Aspekte Flächenverbrauch, Infrastruktur und gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen.

  

6) Wo ist Plankstadt besonders gut aufgestellt? 

Drei Dinge wollen wir als GLP hervorheben:

In Plankstadt sind Krippen, Kindergärten, Grundschule und - ab dem neuen Schuljahr - Ganztagesschule sowie die Kinderbetreuung im Vergleich zu anderen Gemeinden sehr gut ausgebaut.

Kulturell wird in Plankstadt viel geboten: In der Gemeindebücherei gibt es regelmäßig Lesungen, Kabarett und ein umfangreiches Kinderprogramm. Dies wird bereichert durch das Kulturforum u.a. Kunstausstellungen im Wasserturm. Das Ganze wird ergänzt durch Veranstaltungen der Vereine mit viel ehrenamtlichem Engagement.

Ebenso mit viel ehrenamtlichem Engagement hat der Bürgerbus viel zur Mobilität und Teilhabe von Senioren im Ort beigetragen.

  

7) Wo herrscht Nachholbedarf? 

- Nachholbedarf besteht beim ÖPNV und die Anbindung an die Nachbarorte

- Probleme bestehen beim ruhenden (geparkte Autos) und fließenden Verkehr

- die Ortsmitte Plankstadts muss aufgewertet werden

- die finanzielle Situation muss verbessert werden

 

8) In zwei Jahren ist schon wieder Kommunalwahl. Ist das intern schon ein Thema? Ist mit personellen Veränderungen zu rechnen, vielleicht sogar noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode?

Natürlich, wir haben als GLP auch eine Zwischenbilanz gezogen und veröffentlicht. Es war interessant darüber nachzudenken, wo sind wir vorangekommen, wo haben wir zumindest teilweise Erfolg gehabt und was wurde durch aktuelle Ereignisse in den Hintergrund gedrängt. Eine Konsequenz war, dass wir uns z.B. wieder verstärkt für die Jugendbeteiligung in unserer Gemeinde einsetzen werden.

Auf der Startseite von www.gruenelisteplankstadt.de unter „Zwischenbilanz 2017 der GLP (als PDF)“ zu finden.

 

9) Wenn Sie für die nächsten beiden Jahre drei realistische Wünsche für Plankstadt frei hätten, wie würden die lauten? 

Grüne sind nicht bekannt für Ziele, die sich kurzfristig erreichen lassen. Für unsere Ziele sind größere Zeiträume nötig – in der Politik und Demokratie braucht man einen langen Atem, um weitreichende Ziele umzusetzen.

 

Beim diesjährigen Gänsweidfest der Grünen Liste Plankstadt (GLP) konnten wir Besucher allen Alters zählen: von 3 Wochen bis über 80 Jahre. Diese bunte Mischung machte auch den Reiz des Festes aus. Auf dem Grün der Gänsweid tollten die Kinder, sprangen in der Hüpfburg, spielten Federball, warfen Dosen oder staunten über manchen Zaubertrick von Annika.

Bei der Grillhütte begrüßten sich alte Bekannte von nah und fern und sprachen über Altes und Aktuelles.

Bernd Schmid-Auffarth vom Vorstand der GLP begrüßte alle Gäste herzlich, darunter den grünen Landtagsabgeordneten, Manfred Kern, und Vertreter von PlaLi und SPD. Auch Bürgermeister Drescher, frisch aus dem Urlaub, schaute noch vorbei.

Die Grüne Liste hatte zudem einige Infos zum Areal Adler vorbereitet und bat die Gäste aufzuschreiben, was ihrer Meinung nach in der Ortsmitte von Plankstadt entstehen soll. Diese Möglichkeit wurde wenig genutzt, aber in den Gesprächen kam man immer wieder auf diese Fläche und die geplante Bebauung zu sprechen.

Für Gesprächsstoff unter den Gästen sorgte auch die Zwischenbilanz 2017 der GLP. In einem kleinen Flyer stellen wir die Veranstaltungen und Themen seit der letzten Gemeinderatswahl heraus. Ein Rückblick, der nicht nur vor Augen führt, mit welchen Themen und z.T. recht langwierigen Entscheidungsprozessen die politische Arbeit verbunden ist, sondern auch Themen aufdeckt, die vernachlässigt wurden und in Zukunft von der GLP vorangetrieben werden sollen.

Für die Gäste hatte Uli Auffarth kleine Beutel mit einer speziellen Samenmischung von Wildblumen und Kräutern vorbereitet. Die Samen können auf eintönige Baumscheiben, im heimischen Garten oder im Blumentopf ausgesät werden. Die ökologische Vielfalt hilft Bienen und vielen anderen Insekten Nahrung zu finden.

Am Abend unterhielt Boris Reiser mit seinem Vater Martin die Gäste. Sie spielten einige Coversongs, aber auch einige eigene Stücke von Boris, mit E-Gitarre und Mundharmonika.

Die Gäste ließen sich auch immer wieder von Grillmeister Hermann Hub überreden, Gegrilltes von Bio-Metzer Giese zu probieren.

Fazit: ein schönes Fest, das Spaß gemacht hat. Etliche blieben an diesem milden Sommerabend noch lange sitzen. Das muss im nächsten Jahr wiederholt werden.

Zum Schluss möchte sich der Vorstand noch bei allen Helfern bedanken und ein großes Lob allen Kuchen- und Salatspendern aussprechen, die wieder für eine große Vielfalt gesorgt haben.

Stefan Klein

Mit der neuen Gemeindeordnung hat die ehemalige grün/rote Regierung in Baden-Württemberg die direkte Demokratie gestärkt. Dazu gehört auch die Einbeziehung von Jugendlichen bei kommunalen Entscheidungen, die sie betreffen.

Gängig sind zur Zeit drei Modelle, mit denen sich die GLP beschäftigt hat: Jugendgemeinderat, Jugendbeirat und Beteiligung über mobile Jugendarbeit.

Ein Jugendbeirat existiert in der Gemeinde Ketsch. Darüber informierten sich von der GLP, Sascha Munz, Thomas Burger und Sigrid Schüller, bei einen Besuch direkt beim Hauptamtsleiter, Herrn Knörzer. Er sprach zunächst über die Entwicklung in Ketsch von einem Jugendgemeinderat zu einem Jugendbeirat.

Der Jugendgemeinderat mit seinen starren Strukturen trat nur zu den Wahlen in Erscheinung und dezimierte sich laufend, wenn ein Mitglied die Schule beendet hatte oder aus persönlichen Gründen das Engagement beendet wurde. Schwierig war zudem die Suche nach neuen Freiwilligen für den Jugendgemeinderat vor einer Wahl. Deshalb habe man diese Form der Jugendbeteiligung aufgegeben, meinte Knörzer.

Beim Jugendbeirat, der auch eine spontane Mitarbeit zulässt, kann jeder Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren mitmachen. Die Treffen sind öffentlich und werden im Mitteilungsblatt angekündigt.

Der Jugendbeirat trifft sich „offiziell“ turnusmäßig einmal im Quartal. In Ketsch arbeiten Verwaltung (Hauptamtsleiter), Schulsozialarbeiter und Jugendtreff zusammen. Die Anregungen der Jugendlichen werden an eine dieser Personen herangetragen. Die Verwaltung prüft die Machbarkeit und Durchführung, um einen konkreten Vorschlag bzw. Antrag unterbreiten zu können.

Beim Treffen der GLP berichtete Sascha Munz von dem sehr konstruktiven Gespräch mit Herrn Knörzer.

Das Ergebnis in Ketsch kann sich sehen lassen. Die GLP Mitglieder waren sich einig, dass sich dieses Modell auf Plankstadt übertragen lässt und gut zu Plankstadt passen würde.

Jugendliche zu motivieren und für den Jugendbeirat zu interessieren wird die schwierigste Aufgabe in Plankstadt werden. Um z.B. an Schulen für den Jugendbeirat zu werben, müssten mehrere Schulen in Schwetzingen und Eppelheim besucht werden. Ein gangbarer Weg wäre auch ein Infostand beim Straßenfest in Plankstadt oder über Vereine aktiv zu werden.

Sigrid Schüller

 

Weitere Infos über den Jugendbeirat finden Sie auf der Internetseite der Gemeinde Ketsch: www.ketsch.de/,Lde/Startseite/Einrichtungen/jugendbeirat.html

Die Grüne Liste Plankstadt e.V. (GLP) beantragt folgende Posten im Haushalt 2017 aufzunehmen:

 

Antrag 1: Sanierung der Duschen und Umkleidekabinen des Schwimmbades

In der langfristigen Planung der Gemeindeverwaltung ist die Sanierung des Schwimmbades bereits vorgesehen. Im Haushalt 2017 sind einige Maßnahmen enthalten, die z.T. nicht 2017 zur Abrechnung kommen werden.

Um den Sanierungsstau nicht immer weiter anwachsen zu lassen, beantragt die GLP deshalb, Arbeiten am Schwimmbad vorzuziehen.
Gerade die Duschen für das Schwimmbad bedürfen unbedingt der Sanierung.
Die Duschen sind für Kinder nicht bedienbar (Wasserarmaturen verkalkt, Wassertemperatur nicht einstellbar, Kacheln kaputt).
Am Vormittag findet in der Schwimmhalle der Schwimmunterricht beider Schulen und am Nachmittag zusätzlich der Schwimmunterricht einer Schwimmschule statt.
Die Duschen im Schwimmbad werden wesentlich häufiger genutzt als die Duschen der Turnhalle und sollten deshalb für die Nutzer und aus energetischer Sicht schnell auf Vordermann gebracht werden.

Sanierung der Duschen und Umkleidekabinen

benötigte Finanzmittel ca. 175.000 €

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zur Info aus dem Haushalt 2015: Kosten für die Sanierung der Duschen in der Turnhalle (EG) - Bereitstellung von 175.000 €

Duschen Sanitärinstallationsarbeiten (120.000 €)
Fliesenarbeiten für Duschbereich (25.000 €)

„Die Leitungsnetze sowie die Wand- und Bodenbeläge in den Duschen sind überwiegend noch aus dem Errichtungsjahr 1968 und mehrmals schon mussten aufgrund von Innenkorrosion Reparaturen am Netz in den unterschiedlichsten Stockwerken durchgeführt werden. „ (aus GR-Sitzung vom 13.04.2015) 

 

Antrag 2: Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Quadrat Schubertstraße, Pestalozziweg, Im Altrott, Antoniusweg

Im Bereich der Humboldtschule hat sich ein Schul- und Kinderbetreuungszentrum entwickelt. Durch die Errichtung der Kinderkrippe im „Im Altrott“ und Kindergarten- Kinderkrippe im Pestalozziweg gibt es an allen vier Seiten gefährdete Bereiche für Kinder. Aus diesem Grund beantragen wir, dass die Straßen verkehrsberuhigt gestaltet werden, so dass die Autofahrer vor den Bereichen langsamer fahren müssen (wie an der Friedrichschule).

Der Umbau sollten in den nächsten vier Jahren angegangen werden, pro Jahr eine Straße. Wir empfehlen mit dem Antoniusweg zu starten, da hier noch Fördermittel zur Verfügung stehen. Der Antrag für Zuschuss wurde 2011 genehmigt und könnte noch abgerufen werden. Die Förderung könnte zwischen 10% und 12% liegen.

Kosten würden entsprechend der Maßnahmen entstehen, die im Ausschuss besprochen werden sollten. 

Schätzung ca. 50.000 € pro Straße.

  

Antrag 3: Installation einer Geschwindigkeitsmessanlage

Vorbemerkung: Die in der Schwetzinger bzw. Eppelheimer Straße nachts gefahrenen Fahrzeuggeschwindigkeiten liegen weit über der zulässigen Geschwindigkeit von 30 km/h.
Messungen und Ahndung der Geschwindigkeitsüberschreitungen finden jedoch in dieser Zeit nicht statt.

Wir beantragen den Ankauf einer stationär zu betreibenden Geschwindigkeitsmessanlage mit integriertem Digitalfoto durch die Gemeinde Plankstadt. 
Die Anlage soll in passende Metallgehäuse montiert werden können.
Die (leeren) Metallgehäuse sollen an drei unterschiedlichen Stellen (Häusern) in der Schwetzinger bzw. Eppelheimer Straße montiert werden. Die Messanlage selbst soll jeweils abwechselnd dort eingebaut werden. Es darf von außen optisch nicht erkennbar sein, in welcher Box die Messeinrichtung gerade montiert ist.

Finanzierung: Wir gehen davon aus, dass durch die zu erwartenden Gebühreneinnahmen die Kosten der Anlage spätestens nach fünf 5 Jahren wieder hereinkommen.

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