Grafik: Sigrid Schüller

Am Donnerstag Abend beim wöchentlichen und öffentlichen Treffen der GLP war Manfred Kern MdL zu Gast.

Die GLP hatte ihn eingeladen, in lockerer Runde zur anstehenden Europa-Wahl und verbundenen Fragen und Themen zu sprechen und anschließend Fragen und Anregungen zu diskutieren.

Trotz engen Terminen war es gelungen mit Manfred Kern diesen Termin zu vereinbaren. So konnte Knut Doll für die GLP im Nebenzimmer  der Vereinsgaststätte der TSG-Eintracht „Eviva“ den MdL Manfred Kern und die anwesenden Gäste und Mitglieder der GLP begrüßen.

Statt eines eigenen Vortrages startete Manfred Kern zuerst eine kleine Fragerunde mit den Anwesenden. Dabei wurde der Focus auf eigene Erfahrungen und Wünsche und Erwartungen an Europa und an seine zu wählenden Vertreter gerichtet.

Aus diesen Antworten kristallisierten sich schnell zwei Hauptpunkte heraus.

Einmal die Kritik an Bürokratie und seltsamen Entscheidungen und zum anderen aber die wirtschaftlichen Erfolge und die gewonnene Freiheit in der EU - ohne innere Grenzen zu reisen und zu arbeiten. Beachtenswert ist auch die lange Friedensperiode in Kern-Europa nach dem II Weltkrieg.

Bevor Kern auf die Fragen im Einzelnen einging, war es ihm wichtig zu betonen, dass wir alle die EU sind und nicht „die dort“ und „wir hier“. Weiterhin sei es ein beliebtes Spiel der nationalen Regierungen sich die EU-Erfolge positiv an zu rechnen und für die Probleme ist und bleibt die EU zuständig. Festzustellen ist, dass der Wirtschaftsraum EUROPA ohne die EU global nicht mehr mithalten kann und unsere wirtschaftliche Stärke, gerade für Deutschland, durch die Binnengemeinschaft der EU ermöglicht wird

Eine weitere Frage von Thomas Burger ging zu den sozialen Standards. Eine einheitliche Mindestlohn-Festlegung zum Beispiel, scheitere an den sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen in den EU-Ländern. Die Freizügigkeit stellt aber gerade für die ärmeren Länder eine gute Möglichkeit her sich weiter zu entwickeln. Dennoch müssen in der EU gemeinsame soziale Standards geschaffen werden, die das Zusammenleben und -arbeiten fördern.

Eine große Gefahr für alle in der EU stellt der Nationalismus und der zugehörige Faschismus und der Populismus dar. Die EU kann für alle in der Gemeinschaft Verbesserungen erreichen, mühsam, aber demokratisch. Nationalisten und Populisten wollen die EU abschaffen. England und der Brexit sind ein leider leuchtendes Beispiel für erfolgreich verfehlten Populismus und Fake-Propaganda.

Mit einem Danke durch den Vorstand und die ganze GLP, vertreten durch Knut Doll, und einer zukünftigen Einladung an Manfred Kern ging die Veranstaltung zu Ende.

Ende März besuchte Viviane Reize, Kandidatin der Grünen Liste Plankstadt (GLP), die Wohngemeinschaft für an Demenz Erkrankte in Plankstadt. Viviane Reize, die als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Familienbetrieb, selbst in der Altenpflege tätig ist, begleitete den grünen Bundestagsabgeordneten Dr. Danyal Bayaz.

Beim Treffen der GLP berichtete Reize von dem Besuch der Demenz-WG in der Wohnanlage „Kurpfalzpark“, die von dem Kirchlichen Pflegedienst Kurpfalz e.V. betrieben wird.

Nach einem einführenden Gespräch wurden die Räumlichkeiten besichtigt und anschließend durfte bei Kaffee und Spiel im gemeinsamen Wohnbereich die entspannte und harmonische Atmosphäre erlebt werden. Seit der Eröffnung im Februar dieses Jahres haben sich mittlerweile vier Bewohner augenscheinlich gut eingelebt und warten auf weitere Mitbewohner, denn die WG bietet ein neues Zuhause für acht Menschen. Mit Unterstützung von speziell für Demenz geschulten Alltagsbegleitern, ambulantem Pflegedienst und engagierten Angehörigen, dürfen sich die Bewohner sicher sein, bis zum Lebensende hier zu bleiben. Beeindruckt bedankten sich Dr. Danyal Bayaz und Viviane Reize bei allen Beteiligten und waren sich einig: in Anbetracht der demographischen Entwicklung sind es Konzepte wie diese, die das Angebot von Heimen und der Pflege zu Hause sinnvoll ergänzen!

Viviane Reize

... gibt es mit diesem Gemeinderat nicht. Viel wird als modern, ökologisch oder sogar sozial verkauft, wenn man es aber genauer betrachtet, ist es meist eine Seifenblase.

Stichwort Sozial:

Einige Gemeinderäte sprechen von bezahlbarem Wohnraum in der Kantstraße. Dort entstehen Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser auf recht großzügigen Grundstücken. Das können sich viele nicht leisten und bezahlbarer Wohnraum ist das auf keinen Fall.

Klar – die Nachfrage ist da, aber kann man solch ein Luxuswohngebiet mit dem Siegel „sozial“ anpreisen ? Wir meinen entschieden nein!
Die GLP unterstützt den Bau von Sozialwohnungen in Plankstadt.

Stichwort ökologisch:

Für Nextbike (Fahrradmietsystem des Kreises, bei dem viele umliegende Gemeinden schon erfolgreich mitmachen) ist in Plankstadt kein Geld da.

Und Orientierung am Pariser Klimaabkommen braucht Plankstadt nicht. Das ist das Resultat der letzten Gemein- deratssitzungen.

Mit unserem derzeitigen Lebensstil verzocken wir die Zukunft unserer Kinder. Jede und jeder - auch die Gemeinde - kann dazu beitragen, dass sich etwas ändert. Gerade eine Gemeinde müsste hier mit gutem Beispiel vorangehen. Die GLP setzt sich für eine klare ökologische Ausrichtung der Gemeinde ein und fordert z.B. mehr und bessere Radwege.

Stichwort modern:

Im Plankstadter Rathaus ist ein großes Wandbild im Flur mit Titel: “Was brauche mea a Schtrosebahn mea hewe Gail.“

Das ist nicht nur satirische Selbsterkenntnis, sondern solche Haltung ist auch heute noch traurige Realität, zumindest wenn man die Beiträge einiger Gemeinderäte hören muss.

Viele Themen werden abgeschmettert mit der Begründung: Das war schon immer so, warum was ändern.

Es wird Zeit, dass sich in Plankstadt etwas ändert. Ein modernes, ökologisches und soziales Plankstadt, das will die GLP erreichen,
und zwar aus Überzeugung und nicht nur in Wahlkampfzeiten.

Thomas Burger

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