Beton und Asphalt machen Plankstadt kalt - GLP zieht erstes Resümee zur Ostumfahrung

Auf ihrer montäglichen Sitzung im Gasthaus "Engel" stand der Baubeginn der "Ostumfahrung" im Mittelpunkt der Erörterungen. Gemeinderat Ulf-Udo Hohl vertrat die Auffassung, daß der Naturschutz, die Klägergemeinschaft und die Grüne Liste Plankstadt (GLP) einen beispielhaften Kampf gegen ein unsinniges Strassenprojekt geführt habe. Der Baubeginn bedeute nicht, daß die Argumente gegen die "Ostumfahrung" nicht begründet seien, sondern spiegle die realen Machtverhältnisse wieder. Das martialische Schauspiel mit welchem Landrat Schütz den" Baggerstich" in den Mutterboden durchführte, habe versucht dies der Öffentlichkeit klarzumachen.

Die "Ostumfahrung", die der Gemeinde Plankstadt als Morgengabe für deren Zustimmung zur B535 gebracht wurde, diene neben ihrer Funktion als Zubringer der geplanten B535 gleichzeitig als Erschließungsstraße für neues Baugelände zwischen östlichem Ortsrand und der "Ostumfahrung." Die Formel von der "besseren Lebensqualität" für einige innerörtliche Strassen sei trügerisch, da die Ostumfahrung lediglich eine bessere Abgas- und Lärmdurchmischung auf der Gemarkung herstelle, wovon besonders die nördlichen Wohngebiete betroffen würden.

Vorstandsmitglied Bernd Schmid-Auffarth stellte heraus, daß Planung und Finanzierung des Radüberwegs allein Aufgabe der Gemeinde Plankstadt sei. Der Gemeindeanteil betrage inzwischen DM 150.000. Hinzu kämen Mittel für weitere Querungen und die Kosten für die ökologischen Kompensationen, die der NABU herausgeschlagen habe. Die Rechnung der Gemeinde eine allein mit Landesmitteln finanzierte Erschließungsstrasse zu erhalten gehe nicht auf. Einhellig war man der Meinung, daß diejenigen, die sich für die "Ostumfahrung" und den Bau der L543 neu auf dem alten Bahndamm einsetzen und nachträglich gegen die B535 aufmucken würden unglaubwürdig erscheinen.

uhl

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