... das war die einhellige Meinung von Vorstand und Fraktion der Grünen Liste Plankstadt ( GLP) nach der ersten Sitzung im Neuen Jahr.

Das Treffen hatte die Ortskernsanierung, die ökologisch, sozial und kulturell verantwortbar sein muss, zum Thema.

Am Ende stand der Beschluss der GLP, dass  die von Bürgermeister Schmitt vorgestellte Konzeption entschieden abgelehnt werden muss. Diese sieht vor, dass an der Jahnstrasse bei der Mehrzweckhalle (MZH) ein Lebensmittel-Vollsortimenter angesiedelt werden soll, der vertraglich gebunden, innerorts im Areal Adler einen Lebensmittelmarkt betreiben soll.

Die Planung wird wieder mal als alternativlos dargestellt. Wo sind die Überlegungen für  eine Nutzung des Areal Adler, die zum einen ohne  Lebensmittel-Vollsortimenter bei der MZH auskommt, die keine Landschaft versiegelt und die zum andern den Erhalt und die Entwicklung des Ortsbilds und auch den Denkmalschutz ernst nimmt?

Denn ein weiterer großflächiger Lebensmittelmarkt auf der grünen Wiese - man spricht hier von einem Edeka-Markt mit 1400 m² Verkaufsfläche und dem direkt daneben verlegten Penny mit 800 m² – wäre das Aus für den noch vorhandenen Einzelhandel in Plankstadt. Und wie lange das „Feigenblatt“ Treff-3000-Markt auf dem Adler-Areal bestehen bleiben würde, steht in den Sternen. 
Dann aber wären die seit langem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude Adler (ca. 1830 ) und das nebenstehende Gebäude Schwetzinger Str 23 ( ehemalige Mack' sche Schmiede,  ca. 1880) unwiederbringlich abgerissen und Plankstadt wieder mal um einige ortsprägende Bauten ärmer.

Die GLP lehnt den kompletten Abriss des Gasthauses Adler ab und fordert dessen Umgestaltung zu einem Bürger- und Vereinshaus mit angeschlossenem gastronomischem Betrieb. In einer Erweiterung soll auch ein Lebensmittelmarkt installiert werden. Der Erhalt des Adler in seinen wesentlichen Teilen ist dabei Voraussetzung.

Die GLP fordert den Gemeinderat auf, den vorliegenden Antrag der INWO Projektgesell­schaft abzulehnen und sich mit Fachleuten in Verbindung zu setzen, die mit Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz bei gleichzeitiger Berücksichtigung baubiologischer und energetischer Gesichtspunkte bewandert sind.

Nach den Vorstellungen der GLP sollen in dem modernisierten Adler die zahlreichen Vereine ohne Vereinsheim eine Bleibe finden, aber auch Initiativen und Arbeitskreise könnten dort geeignete Räumlichkeiten finden. Der vorhandene Adlersaal soll zum Bürgersaal umgebaut werden und allen Plankstädter Vereinen und bürgerschaftlichen Verbindungen Gelegenheit zur Präsentation und Geselligkeit geben. Gleichzeitig sollen die leer stehenden Ladengeschäfte in der Schwetzinger Str. in das Konzept integriert werden. 
Es darf nach Meinung der GLP nicht dazu kommen, dass der noch vorhandene Einzelhandel in Plankstadt durch noch einen Supergroßmarkt zugrunde gerichtet wird und die noch vorhandene denkmalgeschützte Bausubstanz für einen uniformen Betonklotz platt gemacht wird. Die Diskussion ist eröffnet.

ho

Pressebericht der GLP vom 11.01.2012

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