Dr. Angelika Köster-Loßack, Bundestagsabgeordnete von Bündnis90 / Die Grünen im Wahlkreis Heidelberg / Schwetzingen

In den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Bündnis 90/ Grüne ist eine "Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans" vorgesehen. Davon ist auch der geplante Bau der vierspurigen B535 im Bereich Schwetzingen / Plankstadt betroffen. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Angelika Köster-Loßack von Bündnis90 / Grüne hält eine Rechtfertigung der ursprünglichen Planung der B 535 für nicht mehr vertretbar, da eine veränderte Verkehrssituation im Raum Schwetzingen/Plankstadt, andere verkehrliche Alternativen möglich macht.

"Die gravierenden Eingriffe in Natur und Landschaft mit ihren verheerenden Versiegelungswirkungen, sowie das hohe Investitionsvolumen des Projekts stehen in keinem Verhältnis zu einer behaupteten Entlastungswirkung der B535", so Köster-Loßack. Einer zweispurigen Variante der B535, sowie einer stufenweise Realisierung des Projekts erteilt die Abgeordnete eine Absage. Den Verfechtern des zweispurigen Modells gehe es lediglich darum den finanziellen Engpässen Rechnung zu tragen, um dann in einem späteren Schritt den vierspurigen Ausbau vorzunehmen.

Nach Auffassung von Köster-Loßack ist es an der Zeit, sich auf andere Verkehrsführungen zu verständigen und die B535 aus dem Bundesverkehrswegeplan herauszunehmen. Eine Petition des "Aktionsbündnisses gegen die B535", die in diesem Sinne an den Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages gerichtet wurde, findet ihre Unterstützung.

Pressegespräch im "Blauen Loch" in Schwetzingen am 25.11.98

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