Abgeordnete nicht einer Meinung

Die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Heidelberg/Schwetzingen, Dr. Angelika Köster-Loßack (Bündnis 90/Die Grünen) wehrt sich gegen Äußerungen ihres Abgeordnetenkollegen Dr. Karl A. Lamers (CDU). "Die Behauptung von Herrn Dr. Karl A. Lamers, die "Notwendigkeit" der B 535 stehe "parteiübergreifend" außer Frage (Schwetzinger Zeitung vom 26. August 2000), entspricht nicht der Wahrheit," so die Grünen-Abgeordnete.

"Wie meinem Kollegen von der CDU seit Jahren bekannt sein dürfte, lehne ich den Bau der B535 aus ökologischen Gründen ab. Bereits vergangene Woche habe ich Schwetzingens Bürgermeister Bernd Kappenstein in einem Brief darauf aufmerksam gemacht, dass die Abgeordneten des Wahlkreises Heidelberg-Schwetzingen keineswegs einer Meinung sind, was den Bau des Autobahnzubringers B535 betrifft. Kappenstein hatte in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister Klimmt argumentiert, "die Abgeordneten aus unserem Wahlkreis" hätten sich für die B535 "stark gemacht", heisst es in der Stellungnahme von Dr. Köster-Loßack.

Nach Überzeugung der Grünen-Abgeordneten bedürfe es keiner "vierspurigen Autobahnverbindung zwischen der A5 und A6". Die Forderung von MdB Lamers, die Zinsersparnisse aus den UTMS-Erlösen für dieses Straßenbauprojekt einzusetzen, lehnt sie deshalb ab.

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