Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg informiert Erstwähler ab 16 Jahren über die bevorstehende Kommunal- und Kreistagswahl am 26. Mai 2019.

https://www.waehlenab16-bw.de

 

Welche Aufgaben hat eine Gemeinde? 

Welche Aufgaben sind Pflichtaufgaben und was sind freiwillige Aufgaben, die eine Gemeinde erfüllt. 

https://www.waehlenab16-bw.de/info_kommunaleaufgaben.html

Ein Faltblatt erklärt das geltende Wahlrecht und die Besonderheiten wie das "Panaschieren" und das "Kumulieren" bei der Wahl des Gemeinderates

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Welche Aufgaben hat der Kreis (bei uns der Rhein-Neckar-Kreis (RNK))?

Wie wird der Kreistag gewählt?

https://www.waehlenab16-bw.de/info_kreistag.html

 

Warum wählen? - Weil Deine Stimme zählt!

https://www.waehlenab16-bw.de/wahlgrund.html

 

Die Grüne Liste Plankstadt (GLP) hofft Dir mit diesen Infos, eine kleine Hilfestellung gegeben zu haben.

 

Kreistagswahlprogramm der Grünen vorgestellt

Wie der Gemeinderat wird auch der Kreistag am 26. Mai 2019 gewählt. So berichtete Sigrid Schüller beim Treffen der Grünen Liste Plankstadt (GLP) über die Wahlkampfvorbereitungen und die Inhalte des Wahlprogramms für den Kreistag. „Denn“, so Schüller, „für die Kommunalpolitik spielt neben dem Gemeinderat der Kreistag eine ganz wichtige Rolle.“

Die GRÜNEN Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag setzen sich für eine Stärkung des Klimaschutzes ein, dazu gehören gute Mobilitätsangebote durch den Ausbau des Kreisradwegenetzes und ein attraktiverer öffentlicher Personennahverkehr. Damit niemand auf der Strecke bleibt, soll auch kreisweit ein Sozialticket eingeführt werden.

Zum Klimaschutz gehört auch der Ausbau erneuerbarer Energiequellen, wie Windkraft oder die Energiegewinnung bei der Müllverwertung. Weitere Maßnahmen für den Naturschutz müssen folgen, wie die Förderung der Artenvielfalt auf kreiseigenen Flächen und die naturnahe Gestaltung von Gewässern.

Der Rhein-Neckar-Kreis betreibt auch Krankenhäuser und Schulen, deshalb hat der Kreistag hier großen Einfluss. Die grünen Kandidatinnen und Kandidaten setzen sich dafür ein, die Gesundheitsversorgung durch Vernetzung der Krankenhäuser mit Ärzt*innen und Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Die kreiseigenen Berufsschulen und sonderpädagogischen Bildungszentren sollen durch zeitgemäße technische Ausstattung gestärkt werden.

Zwei weitere Punkte aus dem Programm zur Kreistagswahl waren Thomas Burger noch sehr wichtig: Die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg und kulturelle Vielfalt durch finanzielle Förderung dezentraler Projekte.

„Die Fraktion der Grünen hat in den zurückliegenden Jahren gute Arbeit geleistet“, erklärte Balling-Gündling. „Auch auf Kreisebene setzen sich grüne Ideen im politischen Alltagsgeschäft durch. Doch gilt es weiterhin den Druck aufrecht zu erhalten, um eine Rolle rückwärts zu verhindern. Dazu braucht es eine starke Grüne Fraktion im künftigen Kreistag.“

Für den Wahlkreis 5 bestehend aus den Orten Eppelheim, Oftersheim und Plankstadt setzt sich die Kandidatenliste wie folgt zusammen: 1. Christa Balling-Gündling (Eppelheim), 2. Patrick Schönenberg (Oftersheim), 3. Sigrid Schüller (Plankstadt), 4. Marc Böhmann (Eppelheim), 5. Daniela Schmitt (Oftersheim), 6. Thomas Burger (Plankstadt), 7. Claudia Grau-Bojunga (Eppelheim), 8. Steffen Bühle (Eppelheim)

Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Sigrid Schüller, Thomas Burger, Steffen Bühle, Patrick Schönenberg, Daniela Schmitt, Christa Balling-Gündling und Marc Böhmann

Foto: Patrick Alberti

Blick auf die Schwetzinger Wiesen, Foto: NABU

 

Bei einem Donnerstagtreffen der Grünen Liste Plankstadt (GLP) berichtete Frau Dr. Uta Erichsen vom NABU (Naturschutzbund) über die Überschwemmungsgebiete zwischen Schwetzingen und Brühl, die sogenannten „Schwetzinger Wiesen“. Ein Thema, aus dem durchaus Parallelen zu Plankstädter Feld- und „Biotopgebieten“ gezogen werden können.

„In den guten alten Zeiten haben die Schwetzinger noch gewusst, dass Hochwasser auch sein Gutes hat“ so die Referentin. Großflächige Überschwemmungsgebiete wie z.B. zwischen Brühl und Schwetzingen wurden im Sommer als Wiese für die Heuernte genutzt. In regenreichen Jahreszeiten haben die Senken das Hochwasser aufgenommen und die höherliegende Bebauung und die Äcker waren geschützt. Das Hochwasser konnte langsam ablaufen, so dass sich Feuchtgebiete entwickelt haben. Die guten Spargeläcker lagen außerhalb dieser Überschwemmungsgebiete.

Durch den großen Flächenverbrauch neuer Verkehrswege (z.B. B535) und die z. Zt. geplante Bahntrasse für den Güterverkehr (Nord-Süd Magistrale von Rotterdam nach Genua) sowie für neue Wohnbebauung kommt es immer mehr zu Interessenkonflikten zwischen Hochwasserschutz, Naturschutz und Landwirtschaft.

Nun versuchen die Landwirte in die Rheinauen auszuweichen, Moore und Wiesen trocken zu legen, in Äcker umzuwandeln und zusätzliche Deiche anzulegen. Dies ist jedoch heutzutage keine adäquate Lösung mehr.

Die Schwetzinger Wiesen sollten als Wiesen mit noch großer Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren auch für Spaziergänger und Erholungssuchende Bürger erhalten bleiben. Dort finden allerlei Insekten wie Libellen, Schmetterlinge und Bienen aber auch quakende Frösche noch einen natürlichen Lebensraum. Im Gebüsch haben Vögel wie Amseln und Nachtigallen ihren Unterschlupf und ihre Nistplätze.

Der „berühmte Kuchen“, der für alle gerecht verteilt werden sollte, ist endlich. Wir alle – Bürger, Landwirte, Naturschützer und die zuständigen Verwaltungen müssen versuchen, eine einvernehmliche Lösung für die bedrohte Natur (dazu gehören auch die Menschen) zu finden.

Während in Schwetzingen die natürlichen Wiesen bedroht sind, wird in Plankstadt mühsam versucht wieder Blühstreifen als Bienenweiden, Nistmöglichkeiten für Vögel in Hecken und Insektenhotels anzulegen, erinnerte Sascha Munz an den Haushaltsantrag der GLP.

Sascha Munz

Antrag 1: Kipp-Pfosten zum Schutz der Flur und Spaziergänger*innen und Fahrradfahrer*innen

Die GLP beantragt das Aufstellen weitere Kipp-Pfosten, da weiterhin mit Autos auf gesperrten Feldwegen gefahren wird. Gleichzeitig werden die Mülleimer in der Flur zur Müllbeseitigung genutzt.
Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und der landwirtschaftliche Verkehr werden behindert.

Kipp-Pfosten für Baumlehrpfad

  • Autoverkehr ist dort viel zu hoch

Kipp-Pfosten für den Weg, der links vor dem Häckselplatz abgeht

  • Grünstreifen wird als Müllhalde (z.B. Bauschutt) genutzt

Kosten: 10.000 €

 

Antrag 2: Anlegen weiterer Blühstreifen / Begrünung innerhalb Plankstadts

Die GLP beantragt aktiven Insekten- und Klimaschutz durch die Gemeinde Plankstadt innerhalb und außerhalb des Ortes

  • durch weiteres Anlegen von Blühstreifen mit sogenannten Bienenweiden oder anderen, nektarreichen Pflanzen und
  • Schaffung von „Nistmöglichkeiten“ durch das Anlegen von Insektenhotels 

Beispiele:

  • Teil der Rasenfläche der Humboldtschule (entlang der Schubertstraße)
  • Teil der Grünfläche beim Vogelpark / Castelnau-le-Lez Park
  • Teil der Grünfläche bei der MZH
  • Teile der Grünflächen beim Spielplatz „Alter Bahnhof“
  • Grünstreifen hinter der Schallschutzmauer der Umfahrungsstraße (Konrad Adenauer Ring)
  • Kreisverkehre - Straßeninseln
  • Blumenkübel (MZH)
  • Steinstreifen rund um Friedrichschule (pflegeleichter, bienenfreundlicher Lavendel)
  • Laternenbepflanzungen wie in Eppelheim
  • Unterbaumbepflanzung Jahnstraße

Kosten: Kostendeckend, da nicht so arbeitsintensiv wie die Bepflanzung davor

 

Antrag 3: Aufstockung der Arbeitszeit für Seniorenarbeit

Die Seniorenarbeit in Plankstadt wird gut angenommen. Durch die Arbeit der Seniorenbeauftragten hat die SIP im letzten Jahr viel an Schwung gewonnen und viel bewegt. Gleichzeitig sind die Nachfragen der Senioren über ganz verschiedene Dinge, die sie betreffen, gestiegen. Das derzeitige Kontingent der Seniorenbeauftragten ist nicht mehr ausreichend.

Zusätzlich wurde Planung und Ausführung der Seniorenweihnachtsfeier und Seniorenausflüge ebenfalls arbeitsmäßig diesen Stellen zugeordnet, die vorher von anderen Verwaltungsmitarbeitern erledigt wurden. Was grundsätzlich sinnvoll ist, aber trotzdem Ressourcen der Seniorenbeauftragten bindet.

Außerdem sollten die Seniorenbeauftragten bei Planungen wie barrierefreies Rathaus, Neugestaltung Rathausplatz und im Arbeitskreis Barrierefreiheit ebenfalls eingebunden sein, um die Belange der Senioren besser vertreten zu können.

In Zukunft wird die Zahl der zu "betreuenden" Senioren immer größer werden (zurzeit leben ca. 2.200 Menschen über 65 Jahre in Plankstadt).

Benötigt wird für die Seniorenarbeit mind. eine weitere Halbtagsstelle. In Absprache mit Frau Mehrer und Frau Strottner ist eine sinnvolle Aufstockung der Arbeitszeit für die Seniorenarbeit zu finden. (Haushaltsantrag 2014 der CDU, Testphase halbes Jahr (SPD) ist nun zu Ende)

Kosten: 25.000 € jährlich

 

Antrag 4: Unterstützung des ehrenamtlichen Projekts „Kulturparkett Rhein-Neckar“

Die GLP stellt den Antrag, die Verwaltung möge die Einführung des „Kulturparketts / Kulturpasses“ Rhein-Neckar mit jährlich 500 Euro unterstützen.

Hierbei handelt es sich um eine kostenlose Hilfestellung für Menschen, die sich kulturelle Veranstaltungen - trotz ermäßigter Eintrittspreise – nicht leisten können.

Unterstützt werden soll das lokale Büro des Kulturparketts in Schwetzingen
(http://kulturparkett-rhein-neckar.de/schwetzingen), welches bereits jetzt schon Bürger und Bürgerinnen aus Plankstadt unterstützt.

Begründung:

Das Kulturparkett Rhein-Neckar ist eine Initiative aus Mannheim, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern einsetzt, die über ein geringes oder gar kein Einkommen verfügen und deshalb vom kulturellen Leben der Stadt ausgeschlossen bleiben.
Kultur sollte zur Grundversorgung gehören, da sie bei der Persönlichkeitsbildung eine wichtige Rolle spielt und somit ein bedeutender Motor für gesellschaftliche Entwicklung ist. Deshalb darf nicht der Geldbeutel über die Teilhabe am kulturellen Leben entscheiden! Das Kulturparkett will dazu beitragen den nötigen Ausgleich herzustellen.[1]

Das kulturelle Angebot in Mannheim und der Rhein-Neckar Region ist von großer Vielfalt geprägt. Gleichzeitig leben Bürgerinnen und Bürger in relativer Armut, ohne ausreichend Teilhabechancen. Das Projekt verfolgt deshalb in erster Linie das Ziel, mehr Menschen die Möglichkeit zu geben am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben. Das Kulturparkett will dabei als Vermittler zwischen Kultureinrichtungen und finanziell benachteiligten Menschen zunächst Partizipation, langfristig aber auch Austausch und soziale Inklusion ermöglichen, und so den Alltag der Menschen inspirieren.[1]

Die Initiative wirbt bei Partnern um kostenlos zur Verfügung gestellte, Frei­‐und Restkarten. Mit dem Kulturpass, der vom Kulturparkett-Büro ausgestellt wird, kann man telefonisch direkt beim jeweiligen Veranstalter eine Karte für die gewünschte Veranstaltung reservieren und sie dann an der Abendkasse abholen − ohne Vorlage eines Gehaltsnachweises, ohne Stigmatisierung.

Beantragen kann den 12 Monate gültigen Kulturpass jeder Erwachsene, der folgende Leistungen bezieht:

  • Leistungen nach SGB II (Hartz IV)
  • Leistungen nach SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung)
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Wohngeld
  • Kinderzuschlag
  • Rente bis zur sog. Armutsgefährdungsschwelle von 1.055 Euro/Person.

Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren erhalten den Kinder-Kulturpass, wenn die Eltern Inhaber des Kulturpasses sind oder die Kinder und Jugendlichen Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket beziehen.

In Schwetzingen werden auch sportliche Veranstaltungen unter dem Kulturbegriff zusammengefasst. So hat beispielsweise auch die HG Oftersheim-Schwetzingen oder der SV Sandhausen ein Kartenkontingent zur Verfügung gestellt.

Weitere Partner aus der Region findet man auf der Homepage: http://kulturparkett-rhein-neckar.de/kulturpartner

Quelle: [1]: http://kulturparkett-rhein-neckar.de/kulturparkett

Kosten: 500 € jährlich

 

Antrag 5: Einführung eines Sozialtickets

die GLP stellt den folgenden Antrag: Die Gemeinde Plankstadt führt ein Sozialticket ein, dass die Bezieher von Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder Wohngeldgesetz erhalten sollen. Gezahlt wird ein monatlicher Zuschuss von 44,50 Euro für ein „Rhein-Neckar- Ticket“, das die Anspruchsberechtigten erwerben können.

Begründung:

In der Rhein-Neckar-Region gibt es Sozialtickets bereits in den Städten Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen in unterschiedlichen Formaten, nur der Rhein-Neckar-Kreis hat sich bisher noch nicht entschließen können, dies auch für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger im Kreis umzusetzen. Deshalb stellen wir den Antrag, dies in unserer Gemeinde zu realisieren. Die Einführung eines Sozialtickets dient folgenden Zielen:

  1. Verbesserte Teilhabe von Menschen, die auf soziale Hilfe angewiesen sind, am gesellschaftlichen Leben. Verbesserte Teilhabe führt zur Erhöhung der Chancen auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben.
  2. Klimaschutz durch Förderung eines umweltverträglichen Verkehrs.
  3. Erhöhung der Nutzerzahlen und damit der Rentabilität beim VRN.

Das Rhein-Neckar-Ticket ist eine nicht übertragbare, persönliche Jahreskarte. Das Ticket gilt ein Jahr lang im gesamten VRN-Verbundgebiet in allen Bussen, Straßenbahnen und freigegebenen Zügen (Deutsche Bahn: RE, RB und S-Bahn jeweils in der 2. Klasse) so- wie in allen Ruftaxilinien. Bis zu drei Kinder unter sechs Jahren können mit einem gültigen VRN-Fahrschein kostenlos mitgenommen werden. Das Rhein-Neckar-Ticket kann derzeit beim VRN für 84,90 Euro/Monat erworben werden.

Aus dem Kreis der Anspruchsberechtigten für das Sozialticket sollen Personen unter 25 Jahren bzw. über 59 Jahren ausgeschlossen werden, da diese innerhalb der regulären Tarifstruktur des VRN bereits andere stark vergünstigte Tickets in Anspruch nehmen können. Davon abgesehen soll der Kreis der Anspruchsberechtigten aus Leistungsempfängern der Rechtskreise SGB II und SGB XII sowie aus Wohngeldempfängern nach dem Wohngeldgesetz bestehen.

Die Erfahrungen aus anderen Kommunen und Landkreisen, die bereits ein Sozialticket eingeführt haben, beziffern die tatsächlichen Nutzer auf etwa 10% der Anspruchsberechtigten (Walldorf, St.Leon-Rot und Gemeinde Brühl (Brühl fördert alle Jahrestickets (Umwelt-Abo)).

Kosten: Die GLP geht davon aus, dass die Kosten für die Gemeinde pro Jahr weniger als 10.000 € betragen.

 

Antrag 6: Förderung von Kinderkrippen und -gärten

In aller Munde ist zurzeit das “Gute-Kita-Gesetz“ - es muss und soll mehr für die Kinderkrippen- und Kindergartenkinder getan werden. Auch wünscht man sich bessere Öffnungszeiten und geringere Gebühren. Nach der Meinung der GLP können Kommunen nur bedingt alle Probleme und Anforderungen lösen. Im Wesentlichen ist das Land gefordert hier eine klare Linie vorzugeben.

Wenn wir uns Plankstadt anschauen, ist schon viel passiert. Plankstadt ist in dem Bereich Kinderkrippen und Kindergarten wirklich gut aufgestellt. Eine pauschale Gebührensenkung halten wir aber nicht für förderlich, da die Kinder wenig davon haben. Anders wäre es bei Geringverdiener, hier könnten die Gebühren verringert werden. Wurde aber im Gemeinderat schon mehrfach abgelehnt.

Dennoch sehen wir Potenzial Kinderkrippen und Kindergärten zu unterstützen.

Wir schlagen ein Budget im Haushalt von 5000,- € vor. Mit diesem Geld soll den Kinderkrippen und Kindergärten ermöglicht werden, Veranstaltungen für Kinder finanzieren zu können.
Mögliche Veranstaltungen könnten sein:

Besuch / Ausflug  einem/es:

  • Puppentheater
  • Zoo
  • Park
  • Museum
  • Kinder – „Erste-Hilfe-Kurs“

Durch solche Veranstaltungen / Ausflüge würden die finanziellen Mittel direkt bei den Kindern ankommen und allenKindern ermöglichen daran teilzunehmen. Derzeit gibt es zwar schon Ausflüge, die aber von den Eltern zum Teil bezahlt werden müssen.

Kosten: 5000 € jährlich

  

Antrag 7:  Einführung nextbike in Plankstadt

Im Verbundsystem des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) wird ein öffentliches Fahrradvermietsystem mit ortsgebundenen Verleihstationen etabliert. Das System dient als Ergänzung bzw. Anknüpfungspunkt für den ÖPNV und soll möglichst vielen Zielgruppen (Bürgern, Pendlern, Touristen) die Möglichkeit zur kostengünstigen, flexiblen und klimafreundlichen Fortbewegung geben.

Die Räder und Stationen sind durch die Ausschreibung vorgegeben und in allen teilnehmenden Städten gleich (hellblaues Rad, graue Stationen (Wiedererkennung)).

Als erste Städte haben Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg, Speyer und Bensheim die Teilnahme an dem System aufgenommen. Im Jahr 2017 folgten Bürstadt, Kaiserslautern und Worms. Im Jahr 2018 erweitert sich das regionale System um die Kommunen Frankenthal, Heppenheim, Hockenheim, Schwetzingen und Weinheim sowie im Spätjahr um die Kommunen Dossenheim, Heddesheim, Ladenburg und Lampertheim. 

Nach der Einführung in Schwetzingen wurde eine stetig wachsende Auslastung festgestellt.

Juni 2018:163 Ausleihungen, Juli 2018:187 Ausleihungen, und im August wurde sogar schon die 200 Marke geknackt mit 215 Ausleihungen 

Die GLP beantrag die Einführung des Fahrradvermietsystem VRN nextbike für Plankstadt.

Seitens der GLP Fraktion werden 4 Stationen vorgeschlagen. Die genaue Position der Stationen sollte im Ausschuss besprochen werden. Eine dieser Stationen ist unbedingt für das Gewerbegebiet Areal vorzusehen.

Kosten: Einführung des Fahrradvermietsystems VRN nextbike mit 4 Stationen mit jährlichen Kosten von 8.674,63 zufür die nächsten 5 Jahre. 

  

Antrag 8: Verkehrsüberwachung intensivieren

Die GLP beantragt das erneute Ausleihen und Aufstellen des mobilen Blitzgerätes, um abermals die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überwachen.

Überlegt werden sollte auch die Überwachung auf weitere Plätze (Humboldtschule (Schubertstraße) auszudehnen, da hier weiterhin sehr häufig zu schnell gefahren wird. Dies stellt ein gewisses Unfallrisiko vor allem für Grundschüler dar.

Außerdem sind besonders die Schwetzinger und Eppelheimer Straße zu überwachen, die laut Lärmschutzgutachten, die am stärksten belasteten Straßen in Plankstadt. Hier werden die Grenzwerte sowohl am Tag als auch in der Nacht überschritten.

Kosten: kostendeckend bzw. kostensparend, da sonst andere Lärmschutzmaßnahmen für die Schwetzinger und Eppelheimer Straße nötig werden (Flüsterasphalt)

 

 

Rede und Antwort stehen Sascha Munz, Thomas Burger, Dr. Danyal Bayaz, Viviane Reize (v.l.n.r.)
Foto: Stefan Klein

... Mit dieser Frage beschäftigte sich die Veranstaltung der Grünen Liste Plankstadt (GLP) im Eviva. Thomas Burger, Gemeinderat der GLP, begrüßte die Gäste, darunter Vertreter*innen der Grünen Jugend und Danyal Bayaz, Bundestagsabgeordneter der Grünen hier aus dem Wahlkreis.

Zur Einführung hob Bayaz einige Punkte hervor, die in den nächsten zehn Jahren von der Politik zu bewältigen sind, um das Klimaziel von nur 2° C plus zu erreichen. Dazu gehört die Energiewende, die mit dem Ausstieg aus der Atomkraft und Kohle und dem vermehrten Einsatz regenerativer Energie auf den Weg gebracht ist.

Unbedingt erforderlich ist eine Verkehrswende, die auf sich warten lässt. „Individualverkehr scheint die letzte Bastion der Konservativen zu sein, deshalb geschieht in diesem Bereich nichts“, so Bayaz.

Außerdem sprach er die Jugendbeteiligung an. Um Jugendliche in den demokratischen Prozess einzubinden, sind ihre Themen vor Ort ernst nehmen. Demos wie FridaysForFuture zeigen deutlich, dass sie sich mit Politik und ihrer Zukunft auseinandersetzen.

Bei der anschließenden Diskussion gab es viele Nachfragen wie diese Punkte in Plankstadt umgesetzt werden.

Sascha Munz ging auf die Jugendbeteiligung ein. Hier habe die GLP einen Jugendbeirat gefordert. Zwei Treffen im Jahr wie es zurzeit BGM Drescher durchführe reiche nicht, um Jugendliche schon bei der Planung zu beteiligen. Zur Frage nach öffentlichen Hotspots in Plankstadt, sagte er, dass hier die Gemeinde mehr tun müsse. Hotspots bei der MZH, auf dem TSG-Gelände und den Bushaltestellen (Handy-Tickets) seien unbedingt erforderlich.

ÖPNV war ein weiteres Thema, dass angesprochen wurde. Burger bedauerte, dass die Straßenbahnverbindung von den Bürgern abgelehnt worden sei. Zurzeit werde über alternative Strecken nachgedacht. Die GLP habe bei der langfristigen Planung der Gemeinde das Freihalten von Korridoren für die Straßenbahn gefordert. Kurzfristig sei eine Verbesserung der Busverkehre herbeizuführen, durch bessere und zuverlässigere Anbindungen. Eine Weiterführung der Linie 713 bis zur S-Bahn in HD-Wieblingen und die Anbindung des Gewerbegebietes gehört ebenfalls zum Programm der GLP. Viviane Reize ergänzte, dass auch für Fußgänger und Fahrradnutzer mehr getan werden müsse. Insgesamt sei auf die Gleichstellung aller Verkehrsteilnehmer zu achten.

Den informativen Abend, bereichert durch die Fragen der Jugendlichen, beendete Thomas Burger und bat alle Beteiligten um eine Fortsetzung.

Sigrid Schüller

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