Wir, die Fraktion der Grünen Liste Plankstadt (GLP), setzen uns schon länger für das Neubaugebiet „Antoniusquartier“ ein (früher Bebauung Westende) und waren sehr zufrieden, dass nach Jahren auch endlich eine Mehrheit im Gemeinderat zustande kam.

Daraufhin wurde in vielen Sondersitzungen darüber diskutiert, wie die Richtlinien für die Vergabe der Baugrundstücke und das Auswahlverfahren bei Investoren für die Geschosswohnungsbauten aussehen könnten. Es wurde viel über bezahlbaren Wohnraum gesprochen und wie soziale Aspekte mit einbezogen werden können. Als es aber darum ging, die Punkte festzuschreiben, wurde es durchweg schwierig. Scheinbar versteht dabei jeder etwas anderes darunter.

 

Für uns waren aber folgende Kriterien immens wichtig:

  • Wohnraum für Mehrgenerationen
  • Bezahlbaren Wohnraum
  • Behindertengerechtes Wohnen
  • Wohnraum für Senioren
  • Unterstützung von Alleinerziehenden
  • Wohnraum für in Plankstadt Beschäftigte

 

Viele Punkte davon wurden in den Vergaberichtlinien berücksichtigt, dennoch hätten wir die Kriterien gerne anders gewichtet.

Bei den sozialen Kriterien stehen die Kinder im Vordergrund und werden mit bis zu 100 Punkten gewichtet, während Behinderung und Pflegebedürftigkeit mit nur max. 60 Punkten berücksichtigt werden. Wenn man generationenübergreifendes Wohnen fördern bzw. die Pflege daheim unterstützen möchte, dann müsste die Gewichtung für beide Bereiche gleich sein.

Und was hilft es, wenn in der Präambel der Vergaberichtlinien steht: „Die Gemeinde fördert generationenübergreifendes Wohnen“, wenn dann Pflegebedürftigkeit und Kinder nicht gleichermaßen gefördert werden.

Auch bei den ortsbezogenen Kriterien wird der Hauptwohnsitz in Plankstadt doppelt so hoch gewichtet wie die Arbeitsstelle in Plankstadt. Schon um kürzere Arbeitswege zu fördern, Autoverkehr zu vermeiden und dem Umweltschutzgedanken Rechnung zu tragen, müsste diese Gewichtung genau anders herum sein.

Das Gewerbegebiet in Plankstadt wurde und wird stark vergrößert, um höhere Gewerbesteuereinnahmen zu erhalten und damit den Gemeindehaushalt auf stabilere Beine zu stellen. Das ist auch vernünftig. Doch nach unserer Ansicht, sollten Personen, die hier eine Arbeitsstelle nachweisen können auch hier wohnen können.

Aus diesen Gründen sind wir zwar für das Neubaugebiet Antoniusquartier mussten aber die Vergaberichtlinien ablehnen.

Thomas Burger

Beim letzten Treffen der Grünen Liste Plankstadt (GLP) stellten Viviane Reize und Sigrid Schüller die vielfältigen Aktionen zur Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren vor - von Ausstellungen, Filmen und Vorträge. Das Ministerium für Soziales und Integration, die Landeszentrale für politische Bildung, der Landesfrauenrat und der Verein Frauen & Geschichte wollen im Jahr 2019 auf dieses bedeutende Jubiläum aufmerksam machen.

Viviane Reize gab einen kurzen Abriss über die ersten Wahlen in Deutschland mit Beteiligung der Frauen.

Am 9. Nov. 1918 wird die Weimarer Republik ausgerufen. Das „Gesetz über die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung“, verabschiedet am 12. Nov. gewährt allen Bürgerinnen ab 20 Jahren das aktive und passive Wahlrecht.

Die erste Wahl mit Beteiligung der Frauen findet in Baden am 5. Jan. und in Württemberg am 12. Jan. 1919 statt. Als erste Frau spricht Marianne Weber (DDP), die Heidelberger Politikerin, Frauenrechtlerin und Ehefrau des Soziologen Max Weber, bei der konstituierenden Sitzung in Karlsruhe am 15. Jan. 1919.:

"Wir Frauen können nur unserer hohen Freude und Befriedigung darüber Ausdruck geben, dass wir zu dieser Aufgabe mitberufen sind, und ich glaube, sagen zu dürfen, dass wir besser für sie vorbereitet sind, als vielleicht die meisten von Ihnen glauben."

Am 19. Jan 1919 finden die ersten reichsweiten Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung statt. Die Wahlbeteiligung der Frauen liegt bei fast 90%. Von den gewählten Abgeordneten sind knapp 10% weiblich.

Sigrid Schüller ergänzte, dass Frauen das passive Wahlrecht (sich wählen zu lassen) 1933 nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wieder verlieren. Die Studiermöglichkeiten für Frauen werden eingeschränkt und Beamtinnen mit Führungsfunktion aus dem Staatsdienst entlassen. Erst 1949 wird die Gleichberechtigung auch im Grundgesetz verankert.

In der anschließenden Diskussion stellte die GLP fest, dass sich das Zahlenverhältnis von Männern und Frauen in den Parlamenten über die Jahre hinweg verbessert hat. Im aktuellen Landtag von BW sind Frauen mit einem Anteil von 24,5% der Abgeordneten aber immer noch deutlich unterpräsentiert. Ähnlich wenig Frauen gibt es im aktuellen Bundestag (31%), wobei hier der Frauenanteil bei den Grünen bei 58% der Abgeordneten liegt.

Das Motto der Jubiläumskampagne „100 Jahre Frauenwahlrecht“ lautet deshalb auch „Frauen wählen, Frauen zählen!“

Sigrid Schüller

 

Weitere Infos unter www.frauenwahlrecht-bw.de

Grafik: freie Nutzung für alle Berichte zum Frauenwahlrecht

Bei heißem Sommerwetter fand das diesjährige Gänsweidfest der Grüne Liste Plankstadt (GLP) statt. Vorstand Bernd Schmid-Auffahrt begrüßte die Gäste und freute sich, viele bekannte Gesichter unter den Besuchern zu sehen. Das Fest ist ein Dankeschön an alle, die sich über das Jahr aktiv eingebracht haben. Bernd Schmid-Auffahrt erinnerte an die Erfolge und Themen der GLP seit ihrer Gründung vor 35 Jahren. Auch zur Kommunalwahl 2019 möchte die GLP wieder mit einer starken Liste antreten und mit Themen punkten, um Plankstadt ein Stück "grüner" zu machen.

Nachmittags sorgte neben Kaffee und selbstgebackenen Kuchen die Irish Folk Band "Out of the Green" für Erfrischung. Die Band vermittelte mit teils nachdenklich bis heiteren Stücken die irische Lebensweise. In ihren Liedern zog sich die Farbe grün wie ein Band durch alle Lieder und unterstrich den grünen Gedanken der GLP.

Für die kleinen und klein gebliebenen Besucher standen bei den heißen Temperaturen zwei große Planschbecken zur Abkühlung bereit. Daneben erfrischte ein lustiger Rasensprenger, Wasserpistolen und Bälle luden zum Spielen im Schatten der Bäume ein.

Sascha Munz ließ bei einer Spendenaktion Vorstandsmitglied Knut Doll ohne Blessuren über einen Glasscherbenteppich laufen. Nach dieser Showeinlage blieben die Gäste noch lange sitzen, genossen die Biogrillspezialitäten mit Salaten oder leckerem Grillfeta. Die kühleren Temperaturen am Abend ließen das Fest gemütlich ausklingen.

Sascha Munz

In den Sommerferien war das Schwimmbad der Gemeinde Plankstadt bei der Friedrichschule wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Fraktion der Grünen Liste Plankstadt (GLP) freut sich, dass nun endlich wichtige Renovierungsarbeiten in Angriff genommen wurden, auch wenn jetzt das Schwimmbad noch bis Mitte Oktober nicht zugänglich ist.

Die GLP hatte in den letzten Jahren wiederholt Haushaltsanträge gestellt und die Sanierung des Schwimmbades gefordert.

Die Sanierung gerade des Duschbereiches war allerhöchste Zeit, denn es war nicht mehr möglich die Armaturen zu bedienen, erst recht nicht von den Kindern, die hier ihren Schwimmunterricht erhalten.

 

Aber warum braucht Plankstadt ein Lehrschwimmbad?

Viele andere Gemeinden schließen aus Kostengründen ihre Schwimmbäder und können dann nicht mehr den erforderlichen Schwimmunterricht gewährleisten. Das Schwimmbad in Plankstadt ist restlos ausgebucht.

Nicht nur die Grundschulen haben dort Schwimmunterricht, am Nachmittag und Abend finden weitere Schwimm- und Wassergymnastikkurse statt.

Die GLP würde sich freuen, wenn sich auch für die DLRG noch Zeit für Übungsstunden fände. Die GLP-Fraktion möchte sich auch bei der Verwaltung der Gemeinde Plankstadt bedanken für die sehr gute Planung und freut sich auf den sanierten Duschbereich.

Ein reiches Land wie Deutschland muss sich Lehrschwimmbecken leisten können, damit Kinder schwimmen lernen.

Thomas Burger

Die Besucher kommen an diesem schwül-warmen Sommertag zunächst ganz zögerlich zum Gänsweidfest und suchen dann auch gleich die Schattenplätze unter der Markise auf.

 

Bernd Schmid-Auffarth begrüßt die Gäste und die Band.

 

Die Irish Folk Band "Out of the Green" unterhält die Besucher ganz hervorragend mit traurigen und mit heiterer irischen Volksweisen.

 

Fundraising für die nächste Kommunalwahl: Knut Doll läuft über Glasscherben

 

Aufräumen ist angesagt: Sascha Munz trocknet Handtücher und Pool auf dem heißen Auto

Fotos: Annika Klein und Sonja Herre

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