"Nein zum Afghanistan Krieg"

Grüne Liste Plankstadt (GLP) fordert den Abzug der Bundeswehr bis Ende 2010

Auf der letzten Montagsrunde der GLP war die Ausweitung und Verschärfung des Krieges in Afghanistan Thema der Sitzung. Am Ende der Debatte wurde folgende Stellungnahme einstimmig beschlossen:
Der Krieg in Afghanistan hat sich 2009 weiter verschärft - und immer mehr Menschen sterben. Bei dem von der Bundeswehr zu verantwortenden Bombardement zweier entführter Lastwagen starben an die 150 Menschen, darunter viele Zivilisten. Aber auch die Zahl der getöteten Soldaten steigt an. Fast allein 500 ausländische Soldaten starben in diesem Jahr, die Zahl der afghanischen Soldaten zählt niemand.
Die Bundeswehr führt im Norden des Landes immer mehr Offensivoperationen durch und wird immer heftiger von Aufständischen angegriffen. Das alles nach 8 Jahren Krieg. Der Bundestag hat vorige Woche das Mandat für die Bundeswehr um ein Jahr verlängert. Der real existierende "militärisch-industrielle Komplex" in den USA macht massiv Druck auf den US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Dieser bezeichnet das Blutvergießen in Afghanistan als notwendigen Krieg und hat deshalb die Entsendung weiterer 30.000 US-Soldaten angekündigt.
Eine weitere Aufstockung der Bundeswehr von 4.500 auf 7.000 Mann ist im Gespräch. Die Fortsetzung des Afghanistan-Krieges wird zu weiteren Opfern führen. Die Parallelen zum Vietnam Krieg werden immer deutlicher. Die GLP spricht sich deshalb dafür aus, die deutschen Truppen bis Ende 2010 abzuziehen. Dieses Signal soll die anderen NATO Staaten, in denen wie in Deutschland die Mehrheit der Bevölkerung den Krieg ablehnt, bewegen ihre Truppen ebenfalls abzuziehen.
Eine Lösung des Konflikts muss durch Verhandlungen und zähe Diplomatie unter Einbeziehung der regionalen Mächte gesucht werden.
ho

Pressebericht der GLP vom 14.12.2009



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