Beantwortung der Fragen zum Thema Nahwärme in PlankstadtInteressengemeinschaft zum Nahwärmekonzept hinterfragt die Entscheidung des Gemeinderates |
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Interessengemeinschaft: Wir sind eine Interessengemeinschaft
rund um die Mehrzweckhalle (Westende, Ungersgarten, Kantstraße,
Altrott, usw.) und haben mit großem Erstaunen erfahren, dass
dort eine Heizzentrale über einen sogenannten NawaRo-Kessel
und ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk gebaut werden sollen
(vgl. Beschluss des Gemeinderates in der Sitzung vom 18.07.2011
TOP Ö 3). Grüne Liste: Vorausschicken möchten wir folgende
Punkte: 1. Gibt es noch Alternativen wie bspw. die Nutzung von Fernwärme oder die Auswahl eines anderen Standortes, der nicht so unmittelbar an ein Wohngebiet grenzt? (bspw. in der Nähe des "Ochsenhorns") GLP: Alternativen wie die Nutzung der Fernwärme über die MVV oder Schwetzinger Stadtwerke wurden Plankstadt nie angeboten. Daraus schließen wir, dass es für diese Firmen nicht lukrativ ist, aus welchen Gründen auch immer. Das Ochsenhorn als Standort bietet sich nur an, sofern sich neue Gewerbebetriebe ansiedeln und anschließen – für das jetzt geplante nördlich Netz wäre der Standort zu weit entfernt. 2. Existiert denn ein Effizienzgutachten bzw. eine Wirtschaftlichkeitsberechnung zu diesem Holzhackschnitzelprojekt? GLP: Von der Gemeinde beauftragt, hat das Büro UBP, Hr. Bruckner, eine Untersuchung zu Technik und Wirtschaftlichkeit vorgelegt. Daraus soll sich bereits der Anschluss der gemeindeeigenen Gebäude (MZH, Humboldtschule und Kinderkrippe sowie Wohnblock und Gemeindehäuser am Antoniusweg) rechnen. 3. Wird die Belastung durch Schmutz, Lärm und Geruch nicht deutlich zunehmen oder gar gesundheitsgefährdend? (LKW-Verkehr, Emissionen, ... ) GLP: Um die gemeindeeigenen Gebäude zu beheizen wird
im Winter ca. jeden dritten Tag eine LKW-Ladung fällig.
4. Was hat ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit erneuerbaren Energien zu tun? GLP: In den Planungsunterlagen war nur von einem
Gasheizkessel, der für Spitzenlast und vermutlich –
für Schwachlastzeiten (Sommer) eingesetzt wird. 5. Warum hat es bei diesem Großprojekt nicht im Vorfeld eine
Befragung der Bürger gegeben? (die §§ 20 GemO liefern doch genügend
Grundlagen dazu, bspw. § 20 a GemO: Unterrichtung der Einwohner)
GLP: Leider ist der neue Politik-Stil in Plankstadt
noch nicht angekommen. In der Gemeindeverwaltung setzt
man zwar auf Präsenz in der Presse, aber leider nicht
auf Bürgerinformation. Als GLP-Fraktion haben wir die
Verwaltung in fast jeder Sitzung (Ausschuss- und Gemeinderatssitzung)
darauf hingewiesen eine Anhörung mit den betroffenen
Bürgern durchzuführen. 6. Wie hoch sind die Kosten beim Bau dieses Projektes? GLP: Laut unseren Unterlagen hat eine Voruntersuchung
ergeben, dass folgende Kosten für das nördl. Netz entstehen: 7. Warum beteiligt sich die Gemeinde nicht an diesem Projekt? (bei keiner Beteiligung wäre die Gemeinde ja faktisch der Spielball zwischen der AVR und der UBP AG und hätte somit keinerlei Entscheidungsbefugnisse; die Beteiligung sollte bei mindestens 50 % liegen, da die Gemeinde ansonsten schlichtweg überstimmt wird) GLP: Über die Beteiligung der Gemeinde wurde auch
innerhalb der GLP viel diskutiert. Wir sind auch der
Meinung, dass die Gemeinde mehr Mitspracherecht braucht
- auch ein genossenschaftliches Modell wäre denkbar
gewesen. 8. Werden die angrenzenden Immobilien nicht deutlich im Wert gemindert? GLP: Die neue Anlage wird wohl kaum auffallen,
bzw. die große MZH dominiert das Bild.
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