Zur Mitgliederversammlung der Grünen Liste Plankstadt (GLP) im Nebenzimmer des Gasthauses "Engel" begrüßte Sigrid Schüller im Namen des Vorstands zahlreiche Mitglieder und Freunde. Auf der Tagesordnung standen ein Rückblick auf die Gemeinderats- und Bundestagswahlen sowie aktuelle Themen in der Gemeinde.
Zuvor überreichte der Vorstand Ulf-Udo Hohl für seine über 20-jährige Tätigkeit im
Plankstädter Gemeinderat einen Geschenkkorb, gespickt mit Bioprodukten. Der Vorstand verband dies mit dem
Wunsch, dass Ulf-Udo Hohl noch einige Jahre im Gemeinderat durchhalten und nicht schlapp machen solle.
In seinem kleinen Rückblick berichtet Ulf-Udo Hohl, dass er seit 1989 dank der Wähler ununterbrochen
im Gemeinderat tätig war. Er konnte Erfahrungen mit den Bürgermeistern Werner Weick und Wolfgang Huckele
machen. Zuerst der obrigkeitshörige Weick, wo es darauf ankam demokratische Strukturen im Gemeinderat zu erkämpfen.
Dann folgte der liberalkonservative Huckele, der anfänglich für Entspannung im Gemeinderat sorgen konnte.
Leider sei dieser kommunikative Stil in der zweiten Amtsperiode allmählich einem konservativen Kurs gewichen.
Anschließend beleuchtete Sigrid Schüller die aktuelle Situation im Gemeinderat. Das Verhältnis
zwischen PlaLi und CDU sei noch immer gespannt und geprägt von verbalen Attacken, was mitunter zu grotesken
Situationen führe.
Zur SPD Fraktion habe die GLP seit dem gemeinsamen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl ein gutes Verhältnis.
Gemeinsam habe man sich beispielsweise gegen die Privatisierungen der Kernzeitbetreuung ausgesprochen, die dazu
führte, dass eine sozialversicherungspflichtige Halbtagsstelle zu zwei Minijobs umgewandelt wurde.
Die erste Zeit ihrer Gemeinderatstätigkeit als Neuling sei geprägt gewesen von Haushaltsdebatten und
Gebührenerhöhungen. Mit dem Haushalt 2010 könne die GLP trotz aller finanziellen Verwerfungen zufrieden
sein, da einige frühere Haushaltsanträge der GLP realisiert würden. So stehen Mittel für die
nächste Machbarkeitsstudie einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 22 nach Plankstadt / Schwetzingen
zur Verfügung. Die ersten Planungen seien bereits in Auftrag gegeben. Die Sanierung des Wasserturms stehe
an, ebenso der von der GLP geforderte Neubürgerempfang. Zu kurz käme die Ökologie. Sie werde für
die Mehrheit des Gemeinderats und die Verwaltung nur interessant, wenn eine Rendite dabei herausspringe.
In der anschließenden Debatte ging es vorrangig um die mangelnde Informationspolitik der Verwaltung und die
knappe und ungenaue Berichterstattung über Gemeinderatssitzungen im Mitteilungsblatt der Gemeinde. Das Mitteilungsblatt
sei zu einem Bürgermeister-Blatt verkommen. Der amtliche Teil werde immer länger während die Vereine
und Parteien ihre Berichte auf 2000 Zeichen kürzen müssten. Veröffentlichungen der Parteien würden
ganz oder teilweise verhindert, allein deshalb weil sie eine andere Sichtweise der Kommunalpolitik enthielten.
Die folgende von Vorstand und Fraktion der GLP eingebrachte Resolution wurde begrüßt und von der Mitgliederversammlung
einstimmig verabschiedet.
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Wortlaut der Resolution vom 15.03.2010 |
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Pressebericht der GLP vom 15.04.2010