Die Montagsrunde der Grünen Liste Plankstadt (GLP) befasste sich aus aktuellem Anlass im "Gasthaus
Engel" mit der zunehmenden Privatisierung kommunaler Dienstleistungen.
Dieser Prozess erfolgt bisher in Plankstadt unspektakulär aber schleichend. So wurden in der letzten Zeit
die Kernzeitbetreuung der Humboldtschule, die Pflege einiger Grünlagen und Friedhofsarbeiten fremd vergeben.
Im nächsten Winter soll der Winterdienst folgen.
Die hoch gepriesene Privatisierung von Dienstleistungen durch die Verwaltung und Teile des Gemeinderats zeigt erste
Schwächen und hat einen Dämpfer erhalten. Nur durch das Zusammenwirken günstiger Umstände konnte
eine Beerdigung abends mit Flutlicht zu ende gebracht werden. Die beauftragte Privatfirma, die das Begräbnis
beschließen sollte, erschien nicht. Die vorgesehene Arbeitskolonne war ausgefallen, das Rathaus verwaist.
Eine Kommunikation zwischen Rathaus und Privatfirma unterblieb.
Die Hinterbliebenen, welche die Grabstätte abends nochmals aufsuchten, standen vor dem noch offenen Grab.
Die von allen Privatisierungsfreunden geforderte Pietät bei der Ausführung der Friedhofsarbeiten ist
hier nicht erkennbar.
Die Vorkommnisse zeigen, dass wohnortnahe Dienstleistungen, in diesem Fall, die des Bauhofs, nicht ohne weiteres
zu ersetzen sind. Die Montagsrunde vertrat die Auffassung, dass Kernbereiche, welche die kommunale Selbstverwaltung
ausmachen, mit eigenen Kräften in Gemeinderegie durchzuführen sind. Die Tendenz bürgernahe Leistungen
mittels betriebswirtschaftlicher Argumentation zu privatisieren, fördere die fortschreitende Entfremdung dieser
Leistungen und das Lohndumping.
Während die Grüne Liste (GLP) und SPD den Bauhof in Plankstadt beibehalten wollten, unterstützen
PlaLi und Teile der CDU den Kurs von Bürgermeister Schmitt Leistungen auszugliedern und zu privatisieren.
ho
Pressebericht der GLP vom 5.02.2010