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Gemeinderat Ulf-Udo Hohl (GLP) bei der Begrüßung der Gäste. Im Hintergrund das Gemälde von Hermann Hub das im Jahr 2000 entstand. Dargestellt als ein feuriges Monster ist der Tunnel der B535. |
Vor dem Gemälde "Höllenschlund" des hiesigen Malers Hermann Hub eröffnete Gemeinderat
Ulf-Udo Hohl namens der Grünen Liste Plankstadt (GLP) die Ausstellung "B 535 Widerstand und Bau"
im Wasserturm zu Plankstadt. Er verwies darauf, dass das Kunstwerk im Jahre 2000 entstand und erstmals auf dem
"Zeitzeloch- Fest" der GLP gezeigt wurde. Das Motiv stellt den Moloch des motorisierten Verkehrs anhand
der damaligen schrecklichen und blutigen Unfälle in verschiedenen Tunneln dar und projizierte eine solche
Vision auf den geplanten Tunneleingang im Zeitzeloch. |
25 Jahre GLP - 25 Jahre Widerstand gegen die B535Letztes Jahr habe die GLP das Vergnügen gehabt, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums ihrer Gründung in den Wasserturm zu laden. Ein wichtiges Moment ihrer Gründung war dabei auch der Kampf gegen die bereits laufenden Planfeststellungsverfahren der B 535. Seitdem war die GLP zusammen mit anderen an allen juristischen und politischen Bestrebungen maßgeblich beteiligt, den Bau der B 535 zu verhindern. Gemeinderat Hohl erinnerte an die legendären "Zeitzeloch- Feste". Letztendlich ist der Widerstand gegen die B 535 trotz großem Einsatz an Zeit und Mitteln an mächtigen und einflussreichen Interessengruppen gescheitert. Dennoch war sich Hohl sicher, dass die Länge und Härte der Auseinandersetzung in die Plankstadter Kommunalgeschichte eingehen wird. Die GLP war am Ort die einzige politische Kraft, welche die B 535 ablehnt, während CDU, SPD und PlaLi bis auf wenige Ausnahmen 1988 dem vierspurigen Bau der B 535 endgültig im Gemeinderat zustimmten. Kritik am "ökologischen" Mäntelchen der PlaLiHohl konnte es sich deshalb nicht verkneifen, einige Anmerkungen zu aktuellen Aussagen der PlaLi zu machen. Während es in ihrem Flugblatt zur Kommunalwahl noch heiße, dass für das "verschwundene Zeitzeloch" ein "Ersatzbiotop geschaffen werden soll, um eine lebenswerte Umwelt für Plankstadt zu erhalten", fordere sie in einer Pressemitteilung, dass "das Zeitzeloch nach dem Tunnelbau Biotop Charakter behalten" soll. Zweierlei verwundere zudem an diesen wirren Aussagen. Die frühere PlaLi hat dem Bau der B 535 im Gemeinderat zugestimmt. Sie war Teil der konservativen Straßen-Allianz, die das einzige 24a Biotop der Gemeinde als "PlastikTüten Biotop" verhöhnte. Bis heute hat sich die jetzige PlaLi davon nicht distanziert. Stattdessen bleibt sie dieser Linie treu und versucht der Bevölkerung eine Rettung eben dieses Biotops zu suggerieren, obwohl das "Zeitzeloch" doch unwiederbringlich durch den Bau der B 535 und den Tunnel zerstört wurde. Die B 535 werde dabei mit keinem Wort erwähnt, die PlaLi versuche lediglich sich ein ökologisches Mäntelchen umzuhängen. Dank an die vielen HelferHohl verwies darauf, dass wegen der großen Fülle des Archivmaterials nur einzelne Exponate gezeigt werden können, die zur besseren Übersicht thematisch geordnet wurden. Neben den juristischen und politischen Auseinandersetzungen waren es besonders die Photographien von Dr. Uta Erichsen, welche die "abgeräumte" Flora und Fauna des Biotops Zeitzeloch in einmaligen Aufnahmen festgehalten hat. Er dankte ihr und Herrn Dr. Lehmann für die überlassenen Photographien und Dokumente. In seinen Dank schloss er besonders "das nimmermüde Organisationsgenie" Sigrid Schüller mit ein, welche zusammen mit ihrem Team für die ausgezeichnete Präsentation verantwortlich zeichne. |
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Die Ausstellung wurde von Dr. André Baumann, Landesvorsitzender des NABU, eröffnen. |
Verkehr verkehrtIn seiner Eröffnungsrede ließ der NABU Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann die Etappen der Auseinandersetzungen
auf den unterschiedlichen Ebenen Revue passieren. Er selbst habe sich durch seinen Einsatz gegen den Bau der B
535 zum politischen Ökologen entwickelt, nachdem das riesige Ausmaß der Zerstörung von Natur und
Landschaft durch die B 535 sich abzeichnete. 75 Hektar gutes Ackerland und das Biotop "Zeitzeloch" seien
dem gefräßigen Monster zum Opfer gefallen. Die Straße werde als Monument einer verfehlten Verkehrspolitik
in die Kommunalgeschichte eingehen, welches wesentliche Teile der Natur und Kulturlandschaft zwischen Schwetzingen
und Plankstadt unter sich begraben habe. Die Beton- und Asphaltschneise B 535 sei durch nichts zu rechtfertigen.
Die Landesregierung unter Ministerpräsident Öttinger propagiere zwar den reduzierten Verbrauch der freien
Fläche, in Wirklichkeit nehme der Flächenverbrauch aber weiter zu und etliche Straßenprojekte in
der Region wie die L 722 durch den Oftersheimer Hardtwald oder die L 543 auf der alten Bahnlinie zwischen Plankstadt
und Eppelheim würden weiter griffbereit in der Schublade der Straßenbauämter liegen. In Schwetzingen
gebe es Kommunalpolitiker die eine Umfahrungsstraße der B 535 forderten, um die Innenstadt "wirklich"
zu entlasten. Dr. Baumann forderte dazu auf, sich durch den Bau der B 535 nicht entmutigen zu lassen und gegen
diese Planungen anzukämpfen. ho |
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Verschiedene Schautafeln mit folgenden Titeln informierten über den 20-jährigen Widerstand gegen den Bau der B535:
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Verschiedene Schautafeln mit folgenden Titeln informierten über den 20-jährigen Widerstand gegen den Bau der B535:
Dazu hatte die GLP auch zwei Schautafeln mit Informationen zum Wasserturm vorbereitet. |
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Wie bei den Zeitzelochfesten war auch hier die Karte mit der Streckenführung der B535 stets umlagert. |
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Theresia Bauer (Mitte), Landtagsabgeordnete der Grünen aus Heidelberg, schaute auch vorbei. |
Pressebericht der GLP vom 25.05.2009