Die Pflanzung des Bürgermeisterbaums im Sommerloch beschäftigte die Montagsrunde der Grünen Liste
Plankstadt (GLP) im lauschigen Biergarten des Gasthauses "Engel".
Einhellig wurde das Pflanzen eines Bürgermeisterbaumes auf gemeindeeigenem Grund begrüßt.
Fragwürdig waren aber für alle die Begleitumstände dieser politischen Aktion der Plankstadter Liste
( Plali ).
Ein designierter Bürgermeister, bisher ohne Wohnsitz in Plankstadt, lässt eine politische Fraktion des
Gemeinderats unter Mithilfe von hiesigen Verwaltungsstellen seinen Bürgermeisterbaum pflanzen. Ein denkwürdiger
Vorgang, denn Jürgen Schmitt wurde im Juli 2008 als Bürgermeister aller Plankstädter gewählt
und nicht als Bannerträger der PlaLi. Während des Wahlkampfes präsentierte er sich als lupenreiner
unabhängiger Kandidat, der lediglich von der PlaLi unterstützt wurde.
Abgesehen von der jahreszeitlich ungünstigen Pflanzzeit, wäre es deshalb angemessen gewesen, bis zum
Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Anfang Oktober 2008 zu warten und dann die gesamte Bevölkerung zur
Baumpflanzung einzuladen.
Auffällig an den Presseberichten der PlaLi ist das Szenario mit Baumgeistern und Hexen, das mit der Ahornpflanzung
in Verbindung gebracht wurde. Der Ahorn wurde dabei von der Plali als biologische Wunderwaffe gepriesen, um mit
Dämonen aufzuräumen oder sich dagegen zu schützen. Gegen wen in Plankstadt dieser Anti-Hexen-Zauber
gerichtet ist, kann man nur vermuten. Dieses Raunen im volkskundlichen Blätterwald erinnerte an eine Zeit
unseligen Andenkens.
Das Pflanzen eines Baumes ist ein lobenswerter Vorgang. In das Blätterwerk des bürgermeisterlichen Ahornbaumes
von Jürgen Schmitt aber ein solches Gebräu mittelalterlicher Hexen und Geisterwelten zu infiltrieren,
ist für die GLP nicht akzeptabel.
Der Eindruck dränge sich auf, dass die PlaLi sich den Bürgermeisterbaum unter den Nagel gerissen habe
und Jürgen Schmitt sich daran festhalten dürfe.
Die GLP hält es für einen Fauxpas, dass der designierte Bürgermeister sich auf diesen Tanzboden
begeben hat.
HO