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Die Wetterprognosen
verhiessen nichts gutes. Entgegen allen Befürchtungen hielt der Wettergott die Schauer zurück und bescherte
dem GLP-Frühlingsfest einen blauen Himmel und eitel Sonnenschein. Ein angenehmer Aufenthalt war im Freien
möglich, was die Kinder weidlich nutzten und Spiele jeglicher Art kreativ gestalteten.
Vorstandsfrau Sigrid Schüller begrüßte am Nachmittag die inzwischen zahlreichen Gäste, die
sich sichtlich wohl fühlten, darunter die Vorstandsmitglieder der Behindertensportgruppe Plankstadt, die Herren
Wolfgang Bäuerlein und Heinz Roeszies.
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Frau Schüller (siehe Foto) erläuterte das Motto des Festes "Kinder brauchen
Räume" und verwies dabei auf die programmatischen Forderungen und Haushaltsanträge der Grünen
Liste Plankstadt (GLP), die sich mit diesem Thema beschäftigen. Zur Dokumentation waren die entsprechenden
Schriftstücke an einer Wäscheleine befestigt und für die Besucher gut sichtbar und einsehbar.
Konkret liefen diese Forderungen auf Spielgelegenheiten und Betreuungsangebote hinaus.
Die Rednerin betonte die Bedeutung von Bewegung und spielerischer Phantasie der Kinder, die nur in Freiräumen
möglich sei. Während frühere Generationen diese Aktivitäten auf der Straße ausleben konnten,
sei dies durch die Verkehrsentwicklung heute nicht mehr möglich. Im Gegenteil: Die Bewegungsfreiheit für
Kinder und Teenies innerorts und in der Flur werde in Plankstadt durch den Bau der Umfahrungsstraßen immer
schwieriger. Mal schnell mit dem Fahrrad in die Flur fahren ist nur schwer möglich. Lärmschutzwälle
versperren den Weg nach Westen, Süden und Osten. Plankstadt werde immer mehr zur Verkehrsinsel. Dennoch sind
noch weitere Straßen in Planung, die den Zugang zur Natur weiter einschränken würden.
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Der Haushaltsantrag
der GLP nach einem neuen Spielplatz in der Nähe des ehemaligen Bahnhofs sei 2001 mit großer Mehrheit
im Gemeinderat verabschiedet worden. Dieser Spielplatz solle das Oberdorf mit einem Spielplatz versorgen, nachdem
der beliebte Zeitzeloch-Spielplatz der B535 zum Opfer falle. In der Zwischenzeit sei außer einigen Verlautbarungen
der Verwaltung konkret nichts passiert. Die GLP werde prüfen, ob es keine gesetzliche Handhabe gebe, eine
Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses zu veranlassen. Eine weitere Verschleppung sei nicht mehr zu verantworten.
Hinsichtlich der Diskussion um die Einrichtung von Krippenplätzen begrüßte die Rednerin das
Angebot des katholischen Kindergartens St. Nikolaus, Plätze für eine Gruppe von 10 Kinder zwischen zwei
bis drei Jahren anzubieten. Diesen Anfang betrachte sie als umso erfreulicher, als der Einfluss der Kommune auf
die konfessionellen Kindergärten gering sei, obwohl die Kommune 91% der Kosten übernehme. Frau Schüller
drückte ihre Hoffnung aus, dass das Angebot, wie von der GLP gefordert, erweitert werde, wenn auch der Bürgermeister
bei der Debatte um die Situation verlautbarte, dass er keinen Bedarf wecken wolle, da ihn die Gemeinde aus finanziellen
Gründen nicht decken möchte.
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Für
ältere Kinder gewinne der Hort an der Schule immer größere Bedeutung. Der Presse sei jüngst
erst zu entnehmen gewesen, dass die hiesige CDU-Fraktion sich für einen Hort in Plankstadt stark machen möchte
und die Realisierung einer solchen Einrichtung für das Schuljahr 2008/2009 anstrebe. Die Grüne Liste
begrüsse diesen Vorschlag und werde ihn gerne unterstützen, da sie eine solche Forderung bereits 1992
mit einem Haushaltsantrag im Gemeinderat einbrachte. In der Vergangenheit seien sämtliche Versuche einen Hort
einzurichten am zögerlichen Verhalten der Verwaltung und großen Fraktionen gescheitert. Man werde sehen,
ob die reduzierte Gewerbesteuer bedingt durch die Schließung von AstraZenenca dafür herhalten müsse,
wenn die CDU erneut einen Rückzieher mache.
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Frau
Schüller erinnerte daran, dass die GLP Fraktion in der Debatte um die Kinderbetreuung in der Gemeinde Plankstadt
erneut die Forderung nach einer/m Kinderbeauftragten in der Verwaltung erhoben habe. Bei der anstehenden Neuorganisation
solle eine Anlaufstelle für Informationen und Kontakte geschaffen werden, die z.B. sämtliche Betreuungsangebote
für Kinder aller Altersstufen, Hilfe in Notfällen wie bei längerer Krankheit, psychologische Betreuung
und Sozialarbeit an einer Stelle zusammenfasst. Leider sei dieser Vorschlag wieder auf taube Ohren gestoßen.
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Sie forderte
deshalb die Eltern auf, sich politisch mehr zu engagieren und zu informieren. Nur so könnten die Belange von
Kindern durchgesetzt werden. Kuchenbacken für Veranstaltungen an der Schule oder im Kindergarten sei sicher
wichtig, durch politisches Einmischen und Mitmachen könne aber mehr erreicht werden.
Nach dieser engagierten und mit viel Beifall bedachten Rede forderte der gesellige Teil sein Recht.
Anschließend spielte Wolkai und unterhielt das Publikum mit Gassenhauern wie Countryroad aber auch Eigenkompositionen
seiner neuen CD.
Die reichliche Kuchentafel sowie ein frisches Salatbüffet nebst duftendem Grill und kühlen Getränken
kitzelten Gaumen und lösten Zungen, sodass sich Unterhaltung und gute Laune bis spät in den milden Abend
hineinzogen.
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