Vorbildfunktion für Verlängerung
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In ihrem Vortrag ging Stadträtin Spinnler zuerst auf das Personalkarussell beim Vorstand der HSB ein. In
den letzten Jahren wurden aus unterschiedlichen Gründen drei technische Leiter verschlissen. Als letzter musste
Manfred Vogt seinen Hut nehmen. Nachfolgerin als alleiniger Vorstand ist Heike Kunz, die aus dem kaufmännischen
Bereich der Stadtwerke Heidelberg (SWH) stammt.
Die Verhandlungen über eine "Verkehrsallianz" aus Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen, welche
sämtliche Fahrzeuge der drei Gesellschaften unter einem Dach vereinigen soll, befinden sich in der Endphase.
Die Aufsichtsräte der Verkehrsbetriebe hätten bereits zugestimmt. Lediglich die Zustimmung des Heidelberger
Gemeinderats stehe noch aus. Der Verbund solle durch Synergieeffekte die drei Gesellschaften fit für den europäischen
Wettbewerb machen. Stadträtin Spinnler machte deutlich, dass die "Verkehrsallianz" ihre Zukunft
schwerpunktmäßig beim schienengebundenen Nahverkehr sehe.
Stadträtin Spinnler informierte, dass der Planfeststellungsbeschluss für diese neue Straßenbahnlinie
am 29. April 2004 rechtskräftig werde. Anfang Juni 2004 solle mit dem Bau der 4,5 km langen Neubaustrecke
begonnen werden. Die Planer gingen von 30 Millionen Euro Investitionskosten aus, wobei aber erhebliche Modernisie-rungsmaßnahmen
der Versorgungsleitungen in Kirchheim inbegriffen seien. Sie be-dauerte, dass der Zuschuss des Landes nach dem
Gemeindefinanzierungsgesetz (GVFG) nur noch 75% der Kosten betrage. Die Strecke werde von Kirchheim bis zum Römerkreis
geführt werden, wo sie ins bestehende Schienennetz einfädeln werde. Frau Spinnler zeigte sich erleichtert,
dass das Projekt gegen heftigen Widerstand der Heidelberger CDU realisiert werden konnte. Sie vertrat die Auffassung,
dass die Neubaustrecke Kirchheim Modellcharakter für die Verlängerung der Linie 2 nach Schwetzingen habe.
Stadträtin Spinnler stellte klar, dass sich ihre Fraktion, die Grün Alternative Liste (GAL), in Zeiten
kommunaler Finanzknappheit gegen dieses Straßenprojekt aus-spreche. Hinzu komme, dass keinerlei Verkehrszählungen
vorlägen, die einen solchen Bau rechtfertigen könnten. Der Grenzhof sei verkehrsberuhigt, zumal auch
der LKW-Verkehr mit dem nahenden Ende der Kiesausbeutung entfallen werde. Allerdings seien Mittel im Haushalt der
Stadt Heidelberg eingestellt, die aber besser zur Renovierung der bereits bestehenden Straße eingesetzt werden
sollten. Gemeinderat Hohl verwies darauf, dass die Mehrheit des Gemeinderates der Gemeinde Plank-stadt im Haushalt
2005 220.000 Euro als freiwillige Leistung an die Stadt Heidelberg für die Westumfahrung eingestellt habe.
Während im kulturellen Bereich gekürzt werde, würden weiterhin freiwillige Leistungen auf fremder
Gemarkung erbracht.
Wie zu hören war, hat sich Bürgermeister Huckele nach der B 535 auch für den Neubau der L 543
neu auf der alten Bahntrasse nach Heidelberg stark gemacht. Er begründete dies mit Rauchzeichen aus Heidelberg,
da sich nach bisheriger Ablehnung dieser Straße die Haltung des Stadtrates um 180 Grad gedreht habe. Stadträtin
Spinnler verwies auf die bisherige Beschlusslage des Heidelberger Stadtrats, der eine solche Straße strikt
ablehne. Ein Zusammenhang mit der geplanten Heidelberger "Bahnstadt" sei nicht gegeben. Weder im Stadtrat
noch in den Ausschüssen sei über eine etwaige Richtungsänderung gesprochen worden. Sie werde der
Sache nachgehen, wer diesen Wahlkampfzauber in die Welt gesetzt habe.
Ho