Auf großes Medieninteresse stieß der Besuch einer grün-alternativen Delegation aus Schwetzingen,
Plankstadt und Eppelheim im Heidelberger Rathaus, die dort eine umfangreiche Unterschriftensammlung für eine
Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 über Plankstadt nach Schwetzingen übergab.
Die Delegation wurde im Arbeitszimmer der Heidelberger Oberbürgermeisterin Beate Weber empfangen, was von
Kennern des Heidelberger Protokolls als besondere Auszeichnung empfunden wurde.
GLP Vorstandsfrau Sigrid Schüller überreichte einer strahlenden OB, das mit einer grünen Schleife
verschnürte Unterschriftenpaket, das über 90O Unterschriften enthielt.
In einer herzlichen und zwanglosen Atmosphäre entwickelte sich ein Gespräch das klarmachte, daß
die OB und ihre Gäste an einem gemeinsamen Strang ziehen, nämlich die Verlängerung der Straßenbahnlinien
in die Umlandgemeinden herbeizuführen. OB Weber hob dabei das vitale Interesse Heidelbergs und der HSB hervor
die Umlandgemeinden mit Straßenbahnen anzufahren. Hier liege die Zukunft der HSB, um sich am Verkehrsmarkt
behaupten zu können. Der angestrebte größere Verbund mit MVV und Ludwigshafen werde diese Entwicklung
noch befördern.
Die OB erinnerte an die Gespräche mit den Bürgermeistern der Umlandgemeinden, bei denen mehrheitlich
ein großes Interesse an Straßenbahnverbindungen bestehe. Bei der Realisierung der Vorhaben rechnet
die OB mit etlichen Jahren. In Deutschland gehe dies nicht so schnell wie in Frankreich und verwies dabei auf die
Erfolge beim Straßenbahnbau in der Heidelberger Partnerstadt Montpellier.
OB Weber zeigte sich angenehm überrascht, als ihr Gemeinderat Ulf-Udo Hohl mitteilte, dass Plankstadt seit
20 Jahren eine Partnerschaft mit dem nur 10 km von Montpellier entfernten Castelnau le Lez unterhalte und die dort
geplante Straßenbahnlinie zwischen den beiden Gemeinden ebenfalls die Nummer 2 führen soll.
Stadtrat Manfred Kern aus Schwetzingen wies nochmals auf die Blockadepolitik von Bürgermeister Huckele
aus Plankstadt hin, hinter der sich der Schwetzinger OB und die Mehrheit des Stadtrats verstecke. Auf die Blockade
in Plankstadt angesprochen, meinte Beate Weber dort Bewegung entdeckt zu haben. Sie werde das Gespräch mit
Bürgermeister Huckele erneut suchen und hoffe auf Entgegenkommen. Gemeinderat Ulf-Udo Hohl sprach davon, dass
in einer Machbarkeitstudie die Straßenbahnverlängerung als technisch machbar, wirtschaftlich und ökologisch
sinnvoll bezeichnet werde und ermunterte die OB entschieden in den Gemeinden Plankstadt und Schwetzingen dafür
zu werben. In diesem Zusammenhang zeigte sich OB Weber sehr erfreut, daß Bürgermeister Mörlein
aus Eppelheim die Erklärung unterschrieben hat und sprach die Hoffnung aus, dass sich auch andere Fraktionen
in den Gemeinderäten anschließen werden.
Einer verstärkten Werbung der HSB in Schwetzingen und Plankstadt ist sie nicht abgeneigt. Die sei aber im
größeren Umfang nur möglich, wenn die dortigen Verwaltungen zu einer Informations- oder Bürgerversammlung
einladen würden. OB Weber äußerte sich sichtlich zufrieden, daß das neue Jahr mit einem solch
positiven Ereignis beginne und erklärte, daß sie auch weiterhin für Gespräche mit der Initiative
offen sei.
ho.
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Unterschriften für eine Weiterführung der Straßenbahnlinie 2 nach Schwetzingen übergaben
die Grünen Sigird Schüller aus Plankstadt, Stadtrat Manfred Kern aus Schwetzingen, Gemeinderat Ulf-Udo
Hohl aus Plankstadt und Alt-Gemeinderätin Regina Czechanoski aus Eppelheim (von links) gestern an Oberbürgermeisterin
Beate Weber. |