Nachdem der Freitag mit seinen regenverhangenen Wolken nichts Gutes ahnen ließ, zeigte sich am Samstag morgen dann doch, daß die Wetterfrösche recht behalten sollten. Das eingespielte Service-Team der GLP lief angesichts des herrlichen Sonnenwetters und der warmen Temperatur zu Höchstform auf und verwandelte das Gelände um die Grillhütte zu einem ansprechenden Festplatz mit vielfältigen Informationsmöglichkeiten. Dem 5. Gänsweidfest der GLP in Folge stand somit nichts mehr im Wege.

Foto: keine ungetrübte, aber heitere Stimmung am Nachmittag
Gemeinderat
Ulf-Udo Hohl begrüsste die zahlreichen Gäste und besonders Werner Nordtmann, den Träger des Alternativen
Umweltpreises 2000 der Grünen Liste Plankstadt (GLP).
Er bedauerte, daß die "gewachsene und einladende Senke" der Gänsweid im Herbst in einem Betonsarg
verschwinden solle, um einem Regenrückhaltebecken Platz zu machen.
Rodeln und Ballonfahren seien dann nicht mehr möglich, die Gänsweid werde ein ganz anderes Gepräge
erhalten.
Alternative Vorschläge der GLP, wie das Problem ergiebiger Regenfälle technisch und umweltgerecht bewältigt
werden könne, seien bei der vereinigten Betonfraktion des Gemeinderats auf taube Ohren gestoßen.
Hohl bedauerte diese Entwicklung, da die Gänsweid nur eines von mehreren idyllischen Flecken der Gemeinde
sei, die der Baggerzahn nach dem Willen der Gemeinderatsmehrheit zerreissen solle.
Das Biotop "Zeitzeloch" sei durch das Wahnsinnsprojekt B 535 gefährdet, die grüne Lunge "Kessgrieb"
durch eine intensive Wohnbebauung. Er äußerte die Befürchtung, daß durch solche Maßnahmen
einzigartige Landmarken für immer verloren gehen und der Wohnwert der Gemeinde nach unten gefahren werde.
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Resignation sei dennoch fehl am Platz. 400 Bürgerinnen und Bürger hätten sich in den Unterschriftslisten
gegen die Zerstörung der Gänsweid eingetragen. Hohl verwies dabei auf das im satten Grün der Gänsweidsenke
ausgelegte papierne "Kondolenzkreuz", das mit den Unterschriften bedeckt war. |
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Foto: Kondolenzkreuz mit Unterschriften in der Gänsweid |
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Wolf erinnerte daran, daß der Umweltpreis der GLP an Personen verliehen werde, die sich "um den Umwelt-,
Natur - und Menschenschutz" in Plankstadt verdient gemacht haben. |
Nun war die
Gruppe "Saucer" am Zug, die aus dem besonderen Anlaß mit Akustik-Gitarre und Percussion antrat.
In der Besetzung Boris Reiser, Gitarre und Gesang sowie Christian Fichtner, Schlagzeug, begeisterten sie mit ihrem
alternativen Gitarrenrock das Publikum. Die Rockklassiker aus den 80iger Jahren aber auch eigene Stücke, wie
das "Gänsweidlied", dem die Melodie von "Shiny happy people" von REM unterlegt war , kamen
sehr gut an.
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Der rege Besuch, das Interesse der zahlreichen Gäste an Informationen über die geplante Zerstörung
der Gänsweid und die leeren Fässer und Töpfe zeigten, daß das Gänsweidfest der GLP inzwischen
eine eigene Note entwickelt hat, die angenommen wird. |
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Foto: Gegen Abend war der Grill stark umlagert. |
